Im Oktober soll es für den HSC 2000 Coburg in der 1. Handball-Bundesliga und den BBC Coburg in der Basketball-Liga ProB wieder um Punkte in Pflichtspielen gehen. Unter welchen Rahmenbedingungen die Partien stattfinden werden, ist aber weiterhin unklar. Während die Basketballer ihre ersten zwei Heimspiele am 25. und 31. Oktober notgedrungen bereits als Geisterspiele deklarieren mussten, ist bei den Handballern zumindest noch eine Resthoffnung vorhanden, die Heimpremiere am 6. Oktober gegen SC DHfK Leipzig vor einigen Hundert Zuschauern auszutragen.

Gegen eben jene Leipziger wird der HSC am Freitag und Samstag wohl auch erstmals in der Coburger Arena testen. "Nachdem wir am letzten Donnerstag den örtlichen Behörden unser Hygienekonzept vorgestellt haben und die Handball-Bundesliga ihr Konzept in München bei der Regierung eingereicht hat, planen wir die Spiele in der HUK-Arena. So wie nach aktueller Gesetzgebung vorgesehen allerdings ohne Zuschauer", erklärt HSC-Geschäftsführer Jan Gorr auf Nachfrage.

BBC Coburg deklassiert Würzburg

Bereits am Wochenende durfte der BBC im Coburger Sporttempel spielen. Das Team von Trainer Valentino Lott schlug den Regionalligsten TG s. Oliver Würzburg mit 110:57.

Bereits zur Halbzeit führten die Coburger mit 58:31, nach dem dritten Viertel war die Partie beim 89:45 entschieden. Die Würzburger, im vergangenen Jahr noch Ligakonkurrent der Vestestädter, traten auf der Lauterer Höhe aber noch nicht vollständig an, so dass Lott das Ergebnis nach fünf gemeinsamen Trainingstagen nicht überbewerten will. "Wir haben über weite Strecken einen guten Job in der Verteidigung gemacht, müssen aber im Setplay noch an unseren Rotationen feilen. Die Jungs spielen aber schon lange genug Basketball und wissen aus dem Instinkt heraus, wie man verteidigt. Das wollten Jessica Miller und ich sehen: Wie schaffen wir es, mit Kommunikation zu verteidigen, ohne dass wir das im Training intensiv geübt haben? Das war erkenntnisreich und der Punkt, warum wir das Spiel überhaupt hatten. Wir werden die Erkenntnisse in den kommenden Wochen ins Training einbauen. Für uns war wichtig, dass wir Spaß haben, zusammenzuspielen."

Zufriedenstellend war für Lott insbesondere die Leistung seiner Mannschaft in der Breite: "Jeder hatte Einfluss auf das Spiel, von den Routiniers wie Constantin Ebert bis hin zu den Youngstern wie Jannis Sonnefeld, der ein gutes Spiel gemacht hat - das ist sehr erfreulich."

Nach dem Würzburg-Test sollen sechs weitere Testspiele folgen - unter anderem gegen Bayern München, Breitengüßbach und die ProA-Teams Jena, Kirchheim und Nürnberg.