Trotz der deutlich klingenden 33:38-Niederlage in Hannover war der Sieg für den HSC 2000 Coburg II in Hannover durchaus in greifbarer Nähe. Trotzdem ging es mit leeren Händen zurück in die Heimat, wo am Sonntag um 16 Uhr der HSC Bad Neustadt erwartet wird.

Eine Partie gegen einen direkten Konkurrenten, bei der für die Coburger praktisch schon alles auf dem Spiel steht. Mit einer Bilanz von 16:28 Punkten stehen die Unterfranken als Tabellenzwölfter derzeit einen Platz vor dem HSC II (15:29). Bei einer HSC-Niederlage wäre Bad Neustadt bereits drei Punkte vor den Coburgern und die Mission Klassenerhalt würde immer schwieriger werden. Erschwerend kommt für die Truppe von Trainer Ralf Baucke dazu, dass sie nach dem Heimspiel am Sonntag zweimal hintereinander in fremden Hallen (Burgwedel und Gelnhausen) antreten müssen.

Mit gleicher Angriffslust wie zuletzt in Hannover will die HSC-Reserve gegen Bad Neustadt ans Werk gehen und diesmal auch dafür sorgen, dass die Deckung wieder die gewohnte Stabilität bekommt. Denn in der bisherigen Saison war dieser Teil vom Spiel eigentlich der große Rückhalt der Mannschaft.

Es wird viel auf die Aufmerksamkeit der Coburger Abwehr ankommen, denn die Rückraumspieler der Neustadter gelten als brandgefährlich und müssen frühzeitig unter Kontrolle gebracht werden. Das Rückraum-Quartett bestehend aus Schmidt, Wicklein, Hines und Leskovec erzielte 330 der insgesamt 535 Treffer der Neustadter. Diese Stärke ist dem Trainerteam Baucke/Göhl aus vielen Duellen in der Vergangenheit bewusst und so werden sie ihre Mannschaft gezielt darauf vorbereiten.


Unentschieden im Hinspiel

Im Hinspiel war es mit dem sprunggewaltigen Gary Hines (104 Feldtore in der Saison) eben so ein gefährlicher Rückraumspieler, der den Coburgern mit seinem 28:28-Ausgleich den Sieg in der letzten Minute noch wegnahm. Zuletzt gab es für Bad Neustadt eine deftige Klatsche gegen HC Elbflorenz (24:34), die sicher für zusätzliche Motivation sorgen wird. Schon nach 40 Minuten hat Trainer Margots Valkowskis in diesem Spiel seine Stammkräfte von der Platte geholt, um sie für das Spiel in Coburg zu schonen.

Für den HSC II muss am Sonntag im Frankenderby alles glatt laufen, um die so wichtigen Punkte im Abstiegskampf einzufahren. Ein emotionales und enges Frankenderby in der Angerhalle scheint aber in jedem Fall garantiert. In den anderen Partien gilt das Augenmerk der Coburger sicher in erster Linie dem Spiel zwischen Leipzig - aktuell punktgleich mit dem HSC II - und Hannover.

Im Blickfeld befindet sich außerdem noch die HSG Hanau mit 17:27 Punkten. Ein Heimsieg gegen den TV Großwallstadt würde allerdings einer großen Überraschung gleichkommen.

Aufgebot HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny, Jonas Faber; Christian Froschauer, Dominik Baucke, Johan Anders, Ronny Göhl, Patrik Pernet, Benedikt Kellner, Lars Fichtner, Max Drude, Kenny Schramm, Andreas Wolf.