Sowohl für den TSV Sonnefeld als auch für den FC Lichtenfels ist das Derby am Sonntag um 14 Uhr ein extrem wichtiges Spiel. Der TSV Sonnefeld will seine gute Ausgangsposition (Platz 7, 27 Punkte) in den letzten beiden Partien vor der Winterpause unbedingt verteidigen, und hat nach dem enttäuschenden Auftritt im Hinspiel (1:3-Niederlage) noch dazu eine Rechnung mit den Lichtenfelsern offen. Die Korbstädter haben als Tabellenzwölfter (20 Punkte) nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Relegationsplätze und müssen punkten, um den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld nicht vollständig abreißen zu lassen.

Ob der 21. Spieltag jedoch überhaupt stattfinden kann, hängt allein von den Witterungsbedingungen ab. Da für Sonntag Schneetreiben angesagt wurde, ist die Ansetzung alles andere als gesichert. "Sollte das Wetter mitspielen und wir das Spiel austragen können, hoffe ich, dass sich trotz schlechtem Wetter viele Zuschauer das Spiel nicht entgehen lassen", sagt Sonnefelds Spielertrainer Bastian Renk.

Während bei den Sonnefeldern lediglich das Auswärtsspiel beim FSV Bayreuth ausgefallen ist (Nachholtermin 24. Februar 2018), mussten beim FCL die beiden letzten Heimspiele abgesagt werden. Im dicht gedrängten Spielplan ist es schwierig, weitere Partien zu terminieren. Daher sind englische Wochen für die Lichtenfelser bei weiteren Spielausfällen wohl unvermeidbar. "Das Nachholspiel gegen Fürth haben wir jetzt einfach auf das Wochenende vor dem eigentlichen Start nach der Winterpause gesetzt", sagt FCL-Trainer Christian Goller. "Außerdem haben wir bisher Glück gehabt, dass nur Heimspiele ausgefallen sind, weil wir dadurch nicht reisen müssen. Und Sonnefeld ist ja gleich um die Ecke. Von daher wären auch Spiele unter der Woche für uns machbar."

Der ohnehin größte Lichtenfelser Nachteil liegt aber im sportlichen Bereich. Schließlich hatten sich die Korbstädter nach der Negativserie gerade mit den überzeugenden Spielen gegen die Spitzenmannschaften Erlangen (1:2), Nürnberg-Buch (3:3) und Neudrossenfeld (2:0) wieder gefangen und waren drauf und dran, aus der Abstiegszone zu flüchten. Nun geht durch die vielen Spielausfälle dieses gute Gefühl so langsam wieder verloren. "Es ist schon deshalb schade, weil wir es zuletzt wirklich wieder gut gemacht haben", bestätigt Christian Goller. "Wir versuchen durch viele Trainingsspiele, den Rhythmus nicht vollends zu verlieren, aber der Hartplatz geht natürlich an die Substanz der Spieler."


"Gehen optimistisch in die Partie"

An das Hinspiel haben die Lichtenfelser gute Erinnerungen. Damals besiegte man Sonnefeld in einer sehr engen Begegnung mit 3:1 und schickte den TSV in ein sportliches Loch. "Gegen Lichtenfels haben wir eines unserer schlechtesten Spiele gemacht. Wir haben verdient und vollkommen zurecht das Spiel verloren", sagt Bastian Renk. "Nun hat sich aber meine Mannschaft an die Liga gewöhnt und sich um einiges gesteigert."
Das haben die Sonnefelder auch am vergangenen Wochenende beim Spitzenreiter in Erlangen unter Beweis gestellt. "Wir haben taktisch und kämpferisch alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Leider war das Glück dieses mal nicht auf unserer Seite. Sogar ein Sieg gegen Erlangen wäre nicht unverdient gewesen", so Renk. Die verlorenen Punkte in Mittelfranken sollen nun gegen den Nachbarn aus Lichtenfels zurückgeholt werden. "Wir gehen optimistisch in die Partie und wollen uns für die Hinspielniederlage revanchieren." ct/berg


Sonntag, 14 Uhr: TSV Sonnefeld - FC Lichtenfels


TSV Sonnefeld: Jauch - Simitci, Kunick, Zapf, Özdemir E., Özdemir T., Civelek, Rödel, Graf, Renk, Thyroff, Jakob, Steiner, Beland, Pawellek, Scheler, Kappenberger, Demel
FC Lichtenfels: Schulz, Köster - Schardt, Graf, Zollnhofer, Mahr, Lulei, S. Dietz, Hönninger (?), Oppel, Hellmuth (?), Kremer, Jankowiak, F. Goller, Wige, Mohr, Aumüller, L. Dietz