Endlich einmal wieder konnten sich die Spieler, Trainer und Betreuer des VfL Frohnlach am Samstag nach Ertönen des Schlusspfiffes über drei verdiente Bayernligapunkte freuen. Im anschließenden Jubelkreis waren dann auch die verletzten sowie gesperrten Akteure dabei, die den insgesamt 14 eingesetzten Kickern zuvor von der Tribüne aus die Daumen gedrückt hatten.
Die Glückwünsche ihrer verhinderten und daher zum Zeitpunkt dieses Erfolges in der Ferne weilenden Teamkollegen ließen in der Folge indes aber ebenfalls nicht lange auf sich warten. Ein klares Zeichen also, dass der Zusammenhalt bei den "Blau-Weißen" nach wie vor uneingeschränkt vorhanden ist und alle Beteiligten, wie von Cheftrainer Stefan Braungardt gefordert, trotz seines im Vorfeld der Begegnung verkündeten Abschiedes zum nahenden Saisonende tatsächlich weiter 100prozentig mitziehen.
Von Beginn an entsprechend druckvoll präsentierten sich seine
Schützlinge so denn auch im zurückliegenden Duell mit dem Sportclub aus Eltersdorf. In der 11. Spielminute unterlief Thomas Dotterweich - einem der beiden ehemaligen Frohnlacher im Dress der angereisten "Quecken" - ein Handspiel im Sechzehnmeterraum.
Winter-Rückkehrer Christian Beetz übernahm die Verantwortung. Äußerst sicher zeigte sich der Routinier vom Strafstoßpunkt, so dass sein früherer Mitspieler im Tor der Erlangener Stadtteilkicker, Reiner Hausner, absolut chancenlos war und die Wischi-Elf früh in Front lag.
Vorläufig einen Bruch ins Spiel der Gastgeber brachte jedoch die Auswechslung des bis dato stark agierenden Wagner, den eine Oberschenkelzerrung plagte, woraus die Gästeoffensive um Sven Röwe allerdings kein Kapital schlagen konnte.
War es doch so, dass die von Ch. Beetz umsichtig organisierte VfL-Abwehr eigene Unzulänglichkeiten selbst schnell wieder ausbügelte oder Hempfling-Vertreter Michael Edemodu zwischen den Pfosten höchst aufmerksam alles entschärfte.
Auch als der SCE die Angriffsbemühungen im zweiten Abschnitt noch einmal forcierte und sich die Braungardt-Schützlinge aufs Kontern verlagerten, blieb es bei diesem Bild. Im Gegenteil wäre Yannick Teuchert nach knapp einer Stunde sogar beinahe der wohl vorentscheidende Treffer gelungen, wenn er sein energisches Solo über rechts nach innen ziehend gekrönt und das Leder aus wenigen Metern nicht am Gästegehäuse vorbei gejagt hätte.
Nicht zuletzt deshalb und weil der Coburger eine Zessinger-Flanke gut eine Viertelstunde später nur noch unglücklich übers eigene Schienbein an seinem Keeper vorbei ins Tor lenkte, entwickelte sich kurzzeitig noch einmal etwas Spannung im spärlich besetzten Willi-Schillig-Stadion.
In Summe waren die Eltersdorfer, die sich zunehmend in unnötigen Zweikämpfen und damit zusammenhängenden Diskussionen aufrieben, an diesem Nachmittag dann aber ganz einfach zu schwach, um eine echte Aufholjagd zu starten, so dass Edemodu bis zum Ende nur noch einen Herzner-Freistoß parieren musste. Spätestens aber, als Timo Goldammer die Nerven verlor und René Knie von hinten ohne Chance an den Ball zu kommen rüde von den Beinen holte und der souverän leitende Schiedsrichter Eduard Maier aus Gleiritsch nur die rote Karte zücken konnte, war die Messe gelesen.
Das Sahnehäubchen auf diesen wertvollen Triumph setzte Kapitän Sinan Bulat, denn es war sein geniales Zuspiel mit der Hacke, dass Hartmann auf dem hervorragend bespielbaren Grün zum 4:1 versenkte.


VfL Frohnlach gegen SC Eltersdorf 4:1 (3:0)

VfL Frohnlach: Edemodu - Rebhan, Alles, Ch. Beetz, Teuchert, Ph. Beetz, Pflaum, Wagner (ab 29. Fischer), Hartmann (ab 83. Lauerbach), Knie, Bulat (ab 85. Mex).
SC Eltersdorf: Hausner - Völker, Köhler, Dotterweich, Perkovic (ab 46. Zessinger), Schaab, Goldammer, Herzner, Röwe, Abadjiew, Janz.
Tore: 1:0 Ch. Beetz (11./Handelfmeter), 2:0 Wagner (24.), 3:0 Pflaum (26.), 3:1 Eigentor (72.), 4:1 Hartmann (80.).
SR: Eduard Maier (DJK Gleiritsch). - Gelbe Karten: Bulat, Knie, Rebhan, Teuchert/Dotterweich, Janz. - Rote Karte: / Goldammer (79./grobes Foulspiel).
Zuschauer: 130.