Es ist vollbracht! Nach zwei Versuchen in 2016 und 2017 Bundesliga-Höhen zu erreichen, hat Ebersdorf nicht nur sein Saisonziel, die Qualifikation zu den Aufstiegswettkämpfen erreicht, sondern sich im dritten Anlauf einen Platz in der zweithöchsten deutschen Liga der Luftpistolenschützen für die kommende Saison gesichert.

Als Vizemeister der Bayernliga Nord-Ost gingen die fünf Ebersdorfer Schützen Benjamin Gräf, Waldemar Penner, Jan Wagner, Florian Milles und Mannschaftsführer Torsten Spickmann am in die nervenzehrenden Vergleiche mit sieben weiteren erst- und zweitplatzierten Teams aus allen Bayernligen auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück.

Von den ruhigeren Bayernliga-Runden in Pfreimd (Oberpfalz) ein wenig "verwöhnt", musste sich das Ebersdorfer Team jedoch erst an die vor Spannung aufgeladene laute Atmosphäre während der Wettkämpfe akklimatisieren. "Das machte uns anfänglich schon etwas zu schaffen", so Spickmann, "aber wenn's dann mal läuft, dann läuft's halt!". Das resultierte schließlich im dritten Gesamtplatz.

"Wir sind Bundesliga!"

Mit einem erlösenden "Gschafft hammers" kommentierte Teamführer Torsten Spickmann sichtlich erleichtert und hochzufrieden das Mannschaftsabschneiden nach der spannenden Endauswertung. Denn erstmals in der Vereinsgeschichte der SG Ebersdorf empfahl sich eine Mannschaft für höhere Weihen - mit Beharrlichkeit in den vergangenen Bayernliga-Spielzeiten, mit steten guten Leistungen und mit konsequentem Siegeswillen.

Zielsicher und nervenstark

Im direkten Ringvergleich behielt Ebersdorf - vom guten Auftaktergebnis mit 1833 Ringen und Platz 3 im Vorkampf beflügelt - auch im zweiten Durchgang die Nerven und schloss diesen ähnlich souverän ab (1831). Die Addition beider Rundenresultate bescherte dem Team verdient den schon nach der ersten Runde belegten Platz 3 (3664).

Mit einem Abstand von 30 Zählern folgte auf Rang 4 die SG 1898 Thumsenreuth (3634), dem Tabellenersten der Bayernliga Nord-Ost.

Die Einzelergebnisse aus erstem und zweitem Durchgang: Benjamin Gräf (371 Ringe/366), Waldemar Penner (373/374), Torsten Spickmann (366/368), Florian Milles (365/362) und Jan Wagner (358/361).

Die beiden Mitaufsteiger in die zweithöchste deutsche Luftpistolen-Liga Gruppe Süd sind als Sieger die HSG München II (3701 Gesamtringe) und als Zweitplatzierte die Bogenschützen Grund mit 3672 Ringen.

Damit heißt es ab Oktober für die Ebersdorfer Auswahl als voraussichtlich einziges oberfränkisches Team in einem insgesamt neun Mannschaften umfassenden Starterfeld in Süddeutschland an sechs Wettkampftagen bis Januar 2020 diese überdurchschnittlichen Leistungen zu bestätigen.

Auch werden sich die Ebersdorfer neuen Herausforderungen beim Wettkampf und in der Austragung eines Wettkampftages stellen müssen.