von unserem Redaktionsmitglied Martin Zillig

Neuhausen/Coburg — Am Freitag verabschiedete sich Handball-Zweitligist TV Neuhausen mit der Partie gegen den HSC 2000 Coburg aus der Paul-Horn-Arena in Tübingen. Beim 22:22 (13:11) wurden die 897 Zuschauer bestens unterhalten, wobei auch die Coburger ihren Teil dazu beitrugen.

Kraftreserven beim Gastgeber

"Wir haben am Ende alle Kraftreserven ausgepackt und verdient einen Punkt geholt", strahlte TV-Trainer Aleksandar Stevic über beide Backen. "Wir haben Herz und Leidenschaft gezeigt. Daran müssen wir in der nächsten Saison wieder anknüpfen", stellte Kreisläufer Daniel Reusch für den Gastgeber fest.
Auf der Gegenseite war auch HSC-Trainer Jan Gorr nicht unzufrieden, wenngleich er es gerne gesehen hätte, wenn seine Mannschaft die Führung ins Ziel gebracht hätte. Allerdings lagen Billek & Co.
zur Pause noch mit 11:13 zurück. Im letzten Auswärtsspiel ließen sich die Coburger aber nicht hängen und blieben in dieser Berg- und Talfahrt immer am Gegner dran.
Die Führung wechselte insgesamt nicht so oft, aber keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Till Rhien, mit sechs Treffern bester Coburger Werfer, brachte den HSC 2000 Coburg in der ersten Halbzeit ein einziges Mal in Führung (8:7).
Bis zum Pausenpfiff hatte aber Neuhausen wieder die Nase vorn (13:11). Doch kampflos wollten sich die HSC-Spieler nicht ergeben.

Nach dem 18:18 ging es aufwärts

Bis zur 46. Minute hielt der Vorsprung er Hausherren. Doch dann traf Gehrlich zum 18:18 und Sebastian Roth sorgte für das 19:18 aus Sicht der Coburger.
Natürlich gab das den Gästen weiter Auftrieb und die Spieler legten nach. Als Rhien und Kelm auf 21:18 erhöhten, schien die Partie endgültig gekippt und die Coburger waren auf der Siegerstraße.

Andersson traf zum 22:21

Andersson war aber in der Folge nur noch zum 22:21 für den HSC erfolgreich, was nicht zu den zwei Punkten reichte. Markus Hansen mit seinem sechsten Treffer stellte noch das Unentschieden her, das erste für den HSC 2000 Coburg im vorletzten Punktspiel der Serie.
Neuhausen/Erms hatte da schon mehr Erfahrung, denn bereits zum sechsten Mal gab es eine Punkteteilung für den 13. der Tabelle.
Das Tageblatt wünschte vor der Partie Jan Gorr alles Gute für einen Sieg: "Wenn es nicht ganz so läuft, dann spielt ihr halt auf Unentschieden", scherzte Sportredakteur Martin Zillig, was Gorr mit einem Lachen kommentierte. - Dann aber wurde das Remis Realität.

TV Neuhausen/Erms - HSC Coburg 22:22 (13:11)