Durch einen bärenstarken zweiten Spieltag holt sich der erst zwölfjährige Colin Carl bei der stark besetzten Bayerischen Jugendmeisterschaft der U14 in Halbergmoos den 2. Platz und qualifiziert sich somit für die Deutsche Meisterschaft im Juni, die in Ludwigshafen ausgetragen wird.

Es ist somit der zweite Jugendkegler nach Sandra Nold vom Verein TTC-FW Gestungshausen, der sich für eine Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte.
Im Vorlauf noch übernervös und gerade noch den zwölften und letzten Startplatz mit einen Holz Vorsprung vor Felix Kreher 506 Holz für den Endlauf mit 507 Holz erspielt, brannte Colin Carl im Endlauf ein wahres Feuerwerk ab und holte sich mit bärenstarken 576 Holz (Tagesbestleistung) den nicht mehr erhofften Qualifikationsplatz. Jetzt ist er zur Teilnahme an der Deutschen-Meisterschaft 2017 berechtigt. Vier Holz fehlten Colin Carl im Nachhinein nur zum Titel des bayerischen Meisters, was er sich nach dem Vorlauf nicht zu träumen wagte, da die Konkurrenz starke Leistungen im Vorlauf auf den Bahnen von Halbergmoos zeigten. Sein Rückstand von rund 45 Holz auf den 1. Platz war enorm groß.

Aber nach dem Motto "die Hoffnung stirbt zum Schluss" trumpfte er auf. Und die Meisterschaft wird ja erst nach zwei Läufen von jeweils 120 Wurf entschieden.


Der Endstand

1. Platz und bayerischer Meister wurde Levin Termkolin vom SKV Schweinfurt mit 1087 Holz (517/570 Holz).
2. Platz und Vizemeister wurde Colin Carl SKV Coburg-Land mit 1083 Holz (507/576Holz)
Beide Jungs sind für die "Deutsche" qualifiziert. - Auf den weiteren Plätzen folgen: 3. Moshacke Justin SKV Kronach 1075 Holz (550/525 Holz); 4. Niklas Plößel SKK Etzelwang 1066 Holz (539/527 Holz); 5. Erseg Pascal 1063 Holz FV Weißenhorn (553/510 Holz); 6. Tristan Musikant TSV Westendorf 1049 Holz (530/519 Holz).


Otto Popp übt Kritik

Der Übungsleiter im Kegeln, Otto Popp von Freiweg Gestungshausen, macht sich aufgrund eins Beschlusses des Bezirksverbandes, große Sorgen um die Keglerjugend, wie er auf der Jahreshauptversammlung des Sportkeglervereins Coburg-Land in Wiesenfeld sagte.

Der Grund ist ein Beschluss des Bezirksverbandes, wonach nur reine U18-Mannschaften an den Start gehen dürfen. Wenn nötig, greift eine Sonderregelung, wonach höchstens zwei U14-Kegler zum Einsatz kommen dürfen. Mit nur einem U18- und drei U14-Kegler könne man keine Mannschaft an den Start bringen, betonte Otto Popp. Damit schwindet das Sonderspielrecht der Heimklubs auf Null und die Jugendkegler, die spielen wollen, "liegen auf Eis". Für den Übungsleiter ist dies ein Unsinn! "Wer denkt sich so etwas aus", fragte er in die Runde. Denn dadurch werde der Spielbetrieb der Jugend in der Bezirksklasse eingeschränkt oder gar verhindert.
Außerdem kritisierte er die Startzeit der Begegnungen am Sonntag um 11 Uhr. Otto Popp forderte den Vorstand auf, einen Antrag zu formulieren und diesen in die Jugend-Bezirksversammlung einzubringen, um diesen Beschluss rückgängig zu machen.