Nach fünf Niederlagen in Folge beginnt in der Fußball-Landesliga Nordwest für den FC Coburg (14./25 Punkte) am Samstag um 15 Uhr beim SV Memmelsdorf (5./40 Punkte) das erste von sieben noch ausstehenden Endspielen um den Klassenerhalt. Aufgrund ihrer unglücklichen 3:4-Heimniederlage gegen den ASV Rimpar rangieren die Vestestädter auf dem obersten Schleudersitzrang, einen Zähler hinter der TG Höchberg.


"Spielplan meinte es nicht gut"

Die Misere des FCC begann unmittelbar nach der Winterpause mit einer 2:4-Pleite gegen das Schlusslicht FC Eintracht Bamberg. "Der Spielplan meinte es anschließend nicht gut mit uns. Bei den Titelaspiranten FC Schweinfurt 05 II und SpVgg Jahn Forchheim gingen wir erwartungsgemäß leer aus, was uns unter Zugzwang brachte, weil andere Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte gleichzeitig überdurchschnittlich punkteten. Gegen Rimpar kassierten wir unglückliche Gegentreffer, wobei jeder Fehler gnadenlos bestraft wurde", blickt Trainer Matthias Christl zurück. Wechselnde Ausfälle und der dadurch notwendige Einsatz angeschlagener Akteure trugen zur Instabilität bei.

Nun gilt es zurück in die Spur zu finden. Bis auf die Partie beim noch mit Chancen auf Rang 2 behafteten TSV Abtswind stehen nur noch Aufgaben an, die laut Christl lösbar sind: "Mit den anderen Widersachern befinden wir uns fußballerisch auf Augenhöhe. Wir haben es selbst in der Hand, uns aus unserer prekären Lage zu befreien."


Memmelsdorf mit starkem Lauf

Allerdings besitzt der heutige Gegner Memmelsdorf einen Lauf, was die zurückliegenden Ergebnisse, nicht aber das Leistungsvermögen betrifft. "Die haben eine kompakte, eingespielte Mannschaft ohne Stars, in der viele Leute aus der eigenen Talentschmiede mitwirken, die schon um Einiges erfahrener sind als unsere Youngsters", meint der FC-Coach. Von seiner Truppe verlangt er an der Schmittenau eine geduldige, kontrolliere Vorgehensweise und das Annehmen von Zweikämpfen ab der ersten Spielminute als wichtigste Tugend: "Wenn es gelingt, in der Defensive zu alter Stärke zurückzufinden, ist mir bei der Qualität unserer Offensivabteilung nicht bange."
Nicht zur Verfügung stehen Yannik Krebs (Folgeoperation nach einem Ende 2015 erlittenen Fußbruch), Lukas Köhn (Muskelfaserriss im Bauch) und Johannes Westhäuser (Auslandsstudium). Angeschlagen sind Fabian Carl und Christian Schneider. Jannik Knoch und Daniel Kimmel stehen nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf.

FC Coburg (Aufgebot): Knoch/Shabestari - Scheler, Kimmel, Hahn, Guhling, Heinze, Puff, Mosert, Ehrlich, Sam, Schiebel, Riedelbauch, Müller, Carl (?), Schneider (?)
Es fehlen: Krebs, Westhäuser, Köhn
Trainer: Matthias Christl.