Ein Spiel wartet noch auf den BBC Coburg in der Basketball-Liga ProB Süd vor dem Jahreswechsel: Am Sonntag (16 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) kommt der FC Bayern München II. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest zieht Coburgs Kapitän Christopher Wolf schon einmal Bilanz.

Herr Wolf, nach zehn Spielen steht der BBC Coburg mit 6:4 Siegen da, letzte Saison war es zum gleichen Zeitpunkt eine Bilanz von 5:5. Was ist für Sie bislang der größte Unterschied zwischen den Spielzeiten?

Christopher Wolf: Letztes Jahr sind wir schlecht gestartet, dieses Jahr mit vier Siegen aus fünf Spielen. Das letzte Spiel haben wir ein bisschen unglücklich verloren in Gießen, aber eigentlich ist es ähnlich. Die Mannschaft haut sich genauso rein wie letztes Jahr, was sehr positiv ist. Das ist der beste Start, den wir je hatten, darauf wollen wir jetzt aufbauen.

Ein großer Unterschied ist natürlich, dass aufgrund von Corrona keine Fans in die Hallen dürfen. Was macht es aus, wenn man nur vor leeren Rängen spielen kann?

Es ist ein riesengroßer Unterschied. Du wirst sonst bei jeder Aktion gepusht, das fehlt jetzt. Die Fans sind immer für dich da. Am Anfang war es noch richtig komisch, inzwischen ist es die neue Normalität für uns - was eigentlich sehr schade ist. Wir alle freuen uns riesig auf das erste Spiel, bei dem wieder Fans in der Halle sein werden.

Auch neu seit dieser Saison: es gibt einen neuen Cheftrainer. Nach zehn Spielen kann man eine erste Bilanz ziehen: Was ist unter Valentino Lott anders als noch unter Ulf Schabacker?

Die Spielzüge sind etwas anders, auch in der Defensive spielen wir etwas anders. Das ist aber bei jedem Coach anders. Auch, wenn er letztes Jahr schon unser Assistenztrainer war: Coaches unterscheiden sich immer ein wenig. Valentino will noch aggressiver spielen.

In der Offense haben wir die Anzahl der Spielzüge etwas reduziert und gestalten unser Angriffsspiel jetzt anders. Dazu spielen wir in der Defense etwas häufiger eine Zonenverteidigung, aber das sind alles keine ganz gravierenden Unterschiede.

Was war für Sie der sportliche Moment 2020?

Für mich persönlich war es das Erreichen der Play-offs im März, auch wenn wir sie nicht spielen konnten. Aber ich war sehr stolz auf die Mannschaft und den ganzen Verein, dass wir das geschafft haben. Allgemein war es für mich der Klassenerhalt von Werder Bremen in der Bundesliga, da war ich sehr glücklich darüber!

Am Sonntag geht es gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern. Was erwarten Sie von diesem Spiel? Haben Sie den Gegner schon auf dem Schirm oder ist Ihr Fokus ganz auf Weihnachten?

Ich erwarte ein intensives Spiel. Wir kennen sie noch aus der Vorbereitung, da war es sehr ausgeglichen und aggressiv. Nach mehreren Jahren in der Liga hast du so eine Mannschaft natürlich auf dem Schirm. Man kennt die Leute, da gibt es nicht viele Überraschungen. Aber ja, der Fokus ist jetzt erst auf Weihnachten mit der Familie - die Pause ist wichtig für uns.

Was stand dieses Jahr auf Ihrem Wunschzettel ans Christkind?

Ich wünsche mir vor allem, dass meine Familie und die, die mir wichtig sind, gesund bleiben. Vor allem meine Großeltern, da bin ich sehr froh, dass ich noch alle habe. Ich hoffe, dass wir als Menschheit Corona gut durchstehen - und dass dann 2021 langsam wieder ein normales Leben möglich ist.

Die Fragen stellte

Martin Vogel.