Die Coburger Basketballer mussten im Kampf um einen Play-off-Platz in der ProB einen herben Dämpfer hinnehmen. Gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München setzte es vor heimischem Publikum am Samstagabend eine verdiente 71:87 (35:52)-Niederlage. Bei drei ausstehenden Partien in der regulären Saison droht nun die erneute Teilnahme an der Abstiegsrunde. BBC Coburg - FC Bayern II 71:87 (35:52)

Es hätte ein historischer Abend werden können in einer mit rund 1600 Zuschauern sehr gut besuchten HUK-Arena. Mit einem Heimerfolg gegen die Nachwuchstalente des deutschen Meisters wäre die erste Play-off-Qualifikation in der Geschichte des BBC Coburg in greifbare Nähe gerückt. Dass Konjunktive die Realität nicht abbilden, ist allerdings spätestens seit Peer Steinbrück und seiner vielzitierten Fahrradkette allgemein bekannt.

Stattdessen verfiel die Mansnchaft von Trainer Ulf Schabacker, bei der Daniel Krause und Andy Rico fehlten, vor großer Kulisse in überwunden geglaubte Muster vom Saisonbeginn. Anstatt die jungen Gäste mit Intensität und physischer Verteidigung zu beeindrucken, ließen die Vestestädter sie gewähren - die Folge war eine beängstigende Bayern-Feldwurfquote von 78 Prozent in der ersten Halbzeit. Statt konsequentem Zug zum Brett wurde uninspiriert von außen geballert - drei Treffer bei 15 Versuchen von der Dreierlinie vor dem Seitenwechsel legen den Rückschluss nahe, dass dieser Ansatz nicht aufging.

Bei aller Kritik an den Gastgebern sollte man die Leistung der Münchner nicht schmälern. Trainer und Ex-Nationalspieler Demond Greene hatte seine Truppe hervorragend eingestellt und von der Wichtigkeit der Begegnung überzeugt. Die Hausherren dagegen wirkten zunächst seltsam beliebig und später dann zunehmend genervt vom eigenen Wurfpech und von der traumwandlerischen Sicherheit der Münchner. Bereits zur Pause war die Begegnung so gut wie entschieden (35:52, 20.).

Bessere Körpersprache in Hälfte 2

Nach Wiederbeginn präsentierten sich die Oberfranken jedoch zumindest in puncto Einstellung stark verbessert. Sie verteidigten nun deutlich aufmerksamer und reduzierten die Trefferquoten der Bayern auf normalere Werte. Weil im Angriff allerdings weiterhin nur wenig zusammenlief und kein Coburger überdurchschnittlich traf, gelang es dem BBC nie, maßgeblichen Boden gut zu machen und damit auch das Publikum zurück in die Partie zu bringen.

Am kommenden Sonntag treten die Coburger beim Tabellendritten aus Gießen an. Es wird einer deutlichen Leistungssteigerung bedürfen, um in Mittelhessen Zählbares mitnehmen zu können und somit im Rennen um Platz 8 zu bleiben.