Dass das Spiel kein leichtes werden würde, das sahen die meisten schon, als sich die Gäste in der Arena in fast voller Besetzung aufwärmten, während auf Coburger Seite mit Nord und Leberle zwei Spieler fehlten.


BBC Coburg gegen
Tröster Breitengüßbach 88:80

Nichtsdestotrotz gab sich Trainer Michael Böhm optimistisch: "Leicht wird es auf keinen Fall, aber wenn wir so spielen, wie wir es können und es dieses Jahr auch schon gezeigt haben, dann haben wir alle Chancen, auch gegen starke Güßbacher".
Seine Mannschaft sollte ihn keiner Lügen strafen. Zwar eröffneten die Gäste die Partie mit dem Sieg am Sprungball und einem schnellen Dreier von Sasa Gligorovic, doch sollte diese Drei-Punkte-Führung auch die höchste für Breitengüßbach bleiben.
Die genauso schnelle Antwort am anderen Ende gab Eichelsdörfer, der am Ende 14 Punkte auf dem Konto hatte.
Sollte es im ersten Viertel dennoch mal wieder knapp geworden sein, so war Turan zur Stelle. Mit unglaublich ruhigem Händchen verwandelte der Guard insgesamt vier Dreier und steuerte 17 Punkte bei. Das erste Viertel endete 27:21 für die Gastgeber.
Im zweiten Viertel zeigten vorallem die großen Coburger, dass sie Conner Nord unter den Brettern effizient ersetzen können. Immamovic und Stawowski arbeiteten und punkteten effizient. Imamovic beendete das Spiel mit zwölf Punkten und fünf frühzeitigen Fouls. Stawowski brachte sich mit sechs Zählern ein. Zur Hälfte trennten sich die Teams 46:37.
In der zweiten Hälfte stellten die frischen Bankspieler der Gäste die Reserven der Coburger auf den Prüfstand. Aufbauspieler Turan nannte das Spiel "das konditionell anstrengendste der bisherigen Saison".
Den Spielern des BBC war die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Auch der Punktestand spiegelte die steigende Spannung wider. Das dritte Viertel gab der BBC als einziges verloren und so schrumpfte der Vorsprung auf 65:61.
Im letzten Viertel jedoch ging es mit gewohnter Intensität zu Werke und mit vielen Freiwürfen, die die Uhr für Breitengüßbach stoppen sollten.Topscorer Steffen Walde machte beim 88:80-Sieg die letzten zwölf seiner 24 Punkte von der Linie - ein Schnitt von 100 Prozent.
Damit haben es die Oberfranken auch dieses Jahr wieder ins TOP4-Finale geschafft. Ein zweiter Sieg in Folge wäre eine Prämiere in Bayern.