Zum Auftakt der Play-offs trifft der BBC Coburg am Samstag (19 Uhrr/live und kostenfrei auf sportdeutschland.tv) auf die TKS 49ers aus Stahnsdorf.

Pro B, Play-offs

BBC Coburg -

TKS 49ers Stahnsdorf

Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach der Vorsaison steht der BBC Coburg in den Play-offs, zum ersten Mal soll nun auch gespielt werden. Die Tatsache, dass man mit den Gästen auf ein Team trifft, gegen das man bisher noch nie angetreten ist, macht das Ganze noch eine Spur spannender. Die Stahnsdorfer schlossen die Hauptrunde als Tabellensiebter der Nordstaffel ab.

Interessant: Eigentlich waren die Brandenburger schon als Gegner ausgeschlossen. Dann aber wurde die Partie zwischen den 49ers und Schwelm aufgrund eines Verdachtsfalls bei den Westfalen abgesagt und - spielordnungskonform - nicht mehr nachgeholt, so dass sich plötzlich die Randberliner als erster Gegner der Vestestädter entpuppten.

Mit elf Siegen aus 21 Spielen haben die Blau-Weißen damit eine knapp positive Bilanz, schlugen unter anderem den Zweiten aus Itzehoe mit 110:101 und besiegten Gruppengegner Münster mit 87:85. Die Statistik verrät: Das Spiel der Gäste ist eher langsam: Mit 27,4 erfolgreichen Korbabschlüssen pro Spiel haben sie den zweitniedrigsten Wert der Nordstaffel vorzuweisen.

Dafür können sie im Teamplay überzeugen: 21,2 Assists pro Partie verteilt der RSV - nur Iserlohn und Bochum verteilen in der gesamten ProB mehr Vorlagen. Zum Vergleich: Der BBC kommt als drittbeste Mannschaft im Süden auf 18,4 Assists im Schnitt.

Korsettstangen der Mannschaft sind US-Import Malik Toppin auf den großen Positionen sowie der Aufbauspieler Karolis Babkauskas. Während der 2,03 Meter große Toppin auf 19,5 Punkte sowie 9,1 Rebounds im Schnitt kommt, liefert der Litauer 15,1 Zähler sowie 7,7 Assists pro Partie ab. Beeindruckend bei Toppin ist vor allem seine Konstanz: Nur einmal in 20 Spielen konnte er bei einer einstelligen Punktezahl gehalten werden.

Lott trifft auf alten Bekannten

Mit Sebastian Fülle hat Trainer Vladimir Pastushenko zudem einen erfahrenen deutschen Flügelspieler: Der 28-Jährige wurde in der Jugend von Alba Berlin ausgebildet, wo er an der Seite von Nationalspieler Niels Giffey und Konstantin Klein 2008 U19-Meister wurde.

Nach einigen Kurzeinsätzen in BBL und Euroleague spielte Fülle unter anderem für Gotha, Bernau und den Mitteldeutschen BC, ehe er sich 2018 den Stahnsdorfern anschloss. Mit 13,9 Punkten, 3,6 Rebounds und 3,5 Assists liefert der 1,92 Meter große Fülle gute Allround-Werte ab. "Er ist mein Jahrgang, wir kennen uns von vielen Jugendmeisterschaften und Bundesjugendlager - schon damals konnte er werfen", sagt Coburgs Cheftrainer Valentino Lott schmunzelnd.

Verzichten muss Lott neben Christopher Wolf auf Adrian Bergmann (Bänderriss im Knöchel) und Leon Bulic, der im Spiel gegen Hanau umgeknickt ist. Trotzdem: die Marschroute für den BBC ist klar: Um sicher in die nächste Gruppenphase einzuziehen, müssen drei Siege aus drei Spielen her.

Deshalb kann sich Coburg gegen die 49ers keinen Ausrutscher erlauben. "Wir müssen uns nicht verstecken, auch wenn sie gezeigt haben, dass sie Basketball spielen können. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Runde und wollen jedes Spiel gewinnen", sagt Lott.