Für die Coburger ist die Lage in der 3. Liga Ost angespannt, denn als Drittletzter steht der HSC 2000 II schon seit ein paar Spieltagen auf einem Abstiegsplatz. Zwar hat die Baucke-Mannschaft auch die schlechteste Tordifferenz im Tabellenkeller aufzuweisen, was in der Endabrechnung aber keine Rolle spielt.

Bei Punktgleichheit entscheidet in der 3. Liga nämlich der direkte Vergleich und nicht wie beispielsweise beim Aufstieg der 1. Mannschaft letztes Jahr von der 2. in die 1. Liga das Torverhältnis. Und bei den direkten Duellen ist der HSC im Vorteil.

Das ist die reale Situation für das Team um Spielführer Johan Andersson, der entscheidend mit dafür sorgen soll, dass die Mannschaft endlich auch auswärts ihre Stärken auf die Platte bringt.

Beim TV Gelnhausen wird es zwar schwer am Samstag, doch im Hinspiel hat die Coburger Mannschaft gezeigt, was mit Geschlossenheit und Willenskraft möglich ist. Die damals gezeigte Einstellung muss das Team von Trainer Ralf Baucke beim Tabellenzwölften unbedingt über die volle Spielzeit an den Tag legen, wenn dessen Zwei-Punkte-Vorsprung neutralisiert werden soll. Unmöglich ist das keinesfalls, denn Gelnhausen hat mit einem Sieg weniger sogar eine schlechtere Heimbilanz als der HSC. Ein gutes Omen für die Vestestädter.

TVG-Trainer Andreas Kalman hat sich nach der letztwöchigen Niederlage in Großwallstadt maßlos über die Art und Weise geärgert: "Nach dem Rückstand hat meine Mannschaft disziplinlos gespielt und sich aufgegeben. So ein Auftreten geht in der 3. Liga einfach nicht", kritisierte er öffentlich.

Beide Teams sind also zur Rehabilitation gefordert und der HSC-Coach weiß ganz genau, wie schwer diese Begegnung werden wird, in der viel auf dem Spiel steht. Viele seiner Spieler haben reichlich Erfahrung in höheren Ligen gesammelt und es darf erwartet werden, dass die Konzentration und der Einsatz ein homogenes Gebilde schaffen. Co-Trainer Ronny Göhl hat absolut Recht, wenn er feststellt: "Jetzt geht es in Gelnhausen und gegen Hanau um richtungsweisende Spiele". Den genesenden Hajck Karapetjan können die Coburger bereits in Gelnhausen wieder einsetzen, bei Franke und Rivera muss bis kurz vor dem Spiel abgewartet werden.


Die Lage in der 3. Liga

Gleichermaßen interessant und auch aufschlussreich sind die Begegnungen der beiden Tabellenletzten MSG Groß Umstadt und TV Kirchzell, der SG LVB Leipzig, sowie von HSC Bad Neustadt und HSG Hanau. Wenn Bad Neustadt (gegen HSG Rodgau Nieder-Roden) und Hanau (gegen HC Elbfloren) ihre Heimspiele gewinnen, sind sie praktisch aus dem Schneider.

Die Chancen der Bad Neustadter sind dabei beträchtlich höher als die der Hanauer, die den frisch gebackenen Spitzenreiter der Liga, HC Elbflorenz, zum Gegner haben. Die Leipziger haben auswärts beim TSV Burgdorf II an einem guten Tag durchaus die Chance. Wenn der abgelöste Spitzenreiter aus Hildesheim nicht noch weiter abfallen möchte, dann muss er das Heimspiel gegen HSG Rodgau Nieder-Roden auf alle Fälle gewinnen.