Nachdem die Planungen überarbeitet und dadurch die Kosten von rund 45 000 Euro auf etwa 25 000 Euro gedrückt wurden, beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, die Immobilie Schlossstraße 1 auf Vordermann zu bringen. Der Entschluss fiel insofern etwas leichter, da die Verhandlungen der Verwaltung mit dem Mieter BRK-Kreisverband Coburg zur Zufriedenheit ausgefallen seien, so Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU).
Architekt Stefan Seiler unterbreitete den Räten seine Sanierungs-Vorstellungen für das ehemalige Rat- und Feuerwehrgerätehaus. Er wurde beauftragt, entsprechende Angebote für das gemeindliche Anwesen einzuholen.
In dem Haus hat seit Jahren die BRK-Sozialstation Untersiemau ihr Domizil. Zum einen ist zu wenig Platz und zum anderen seien die Räume nicht mehr ganz dem heutigen Standard entsprechend.
Hier werden von sechs Personen des BRK bei zunehmenden Fallzahlen 80 bis 90 Personen pflegerisch betreut. In dem zentralen Stützpunkt würden zudem Beratungen angeboten, sowie Verbindungen zu Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen aufrecht erhalten.
Die Planungsaufträge für das Freizeitgelände am Schlossteich und der Anlage eines Geh- und Radwegs sowie für die Gestaltung der Nebenflächen entlang der Ortsdurchfahrt Untersiemau (CO 28) werden an das Ingenieurbüro Kittner&Weber zu vergeben. Außerdem stimmte der Gemeinderat den Gründungen von Arbeitskreisen (AK) im Sinne einer Bürgerbeteiligung bei der "Einfachen Dorferneuerung Untersiemau II" zu. Ziel sei es, für die beiden Vorhaben Vorschläge zu entwickeln.
Details dafür erläuterte Geschäftsführer Rolf Reisenweber. Den Organisations- und Arbeitsregeln der künftigen AK stimmten die Räte einheitlich zu. Einladungen für interessierte Bürger sowie Details sollen im nächsten Amtsblatt veröffentlicht werden. Dazu gehöre auch die Terminierung der AK-Gründungsversammlungen.
Die Gemeinde kauft für den Bauhof eine gebrauchte MERLO-Teleskop-Maschine P 40.9 Plus mit entsprechenden Anbaugeräten und Abnahmeprüfung nach BG-Richtlinien zum Preis von rund 72 000 Euro. Die Maschine mit rund 750 Betriebsstunden, Baujahr 2013, mit einer maximalen Hubhöhe von 9,65 m, eignet sich für Arbeiten in größerer Höhe. Bisher wurde die ehemalige Feuerwehrleiter genutzt. Doch diese Holzsprossenleiter mit Transport-Fahrgestell aus dem Jahr 1970 würde die nächste Sicherheitsprüfung nicht mehr schaffen.
Im gemeindlichen Wohnhaus Hauptstraße 6 (Scherneck) pfeift der Wind durch die Fensterrahmen. Deshalb sollen die Elemente der ehemaligen Gemeindekanzlei neben der Kirche ausgetauscht werden. Das Architekturbüro Gick-Seiler erhält daher einen Planungsauftrag; dieser soll über Kosten, Formen und Materialien Auskunft geben. Die Gestaltung der Fenster soll an das Ensemble der Umgebung, einschließlich Gotteshaus angepasst werden.
Aufgrund der Dringlichkeit, informierte Rosenbauer, sei in der Zwischenzeit eine Abwasser-Tauchmotorpumpe als Ersatz für das Pumpwerk Untersiemau beschafft worden. Nach Rücksprache mit dem Bauhof wurde das Gerät zum Preis von 7100 Euro angeschafft. Beim Abwasserpumpwerk nahe der Weidenmühle kommen die Leitungen des südlichen und südöstlichen Gemeindebereichs zusammen, um in die Kläranlage Meschenbach gepumpt zu werden. Da eine der beiden Pumpen nicht mehr zu reparieren gewesen sei, musste gehandelt werden, so der Bürgermeister.
Da für das Baugebiet "An der Sonne, BA II" in Untersiemau die Erschließungsarbeiten in Rekordzeit vorankommen würden, sei mit dem Abschluss bereits im Oktober zu rechnen, gab das Gemeindeoberhaupt bekannt. Da auch hier eine große Nachfrage nach Baugelände herrsche, wurde bereits jetzt der Auftrag für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung erteilt. Bei der SÜC Energie und H2O GmbH Coburg, bestellt die Gemeinde fünf Leuchten mit LED-Material zum Preis von 14 500 Euro.
Für die "essbar" der Grund-und Mittelschule Untersiemau kauft die Gemeinde zur Aufbereitung des Schulessens einen Konvektomaten "Rational Kombidämpfer CM 61 Combi Master Plus" inklusive Untergestell. Der Heißluftofen wird etwas über 5600 Euro kosten. Damit ziehe noch etwas mehr Fortschritt in die Cafeteria der Schule ein, freute sich Rosenbauer.