In Berlin drücken SPD, Grüne und FDP aufs Tempo: Am Donnerstag beginnen bereits die Koalitionsverhandlungen, und vielleicht steht die neue Regierung ja doch schon bis Weihnachten.

Sehr viel langsamer scheint vieles in Coburg voranzugehen: Hier haben es manche Parteien bis heute nicht geschafft, ihre Wahlplakate abzuhängen. Eine wohltuende Ausnahme bilden eigentlich nur FW und "Die Partei" - da sind knapp vier Wochen nach der Wahl praktisch alle Wahlkampfspuren aus dem Straßenbild verschwunden.

Ramona Brehm (SPD) hingegen ist zum Beispiel noch immer mit einem Plakat in der Badergasse präsent, Jonas Geissler (CSU) ist zwischen Creidlitz und Ketschendorf anzutreffen - und um das Plakat des MLPD-Spitzenkandidaten Stefan Engel an der Südzufahrt hat sich schon reichlich Herbstlaub angehäuft. Da drängt sich die Frage auf: Bleibt der Engel noch bis Weihnachten?

Nein, das wird er wohl nicht. Denn sobald es sich um öffentlichen Verkehrsgrund handelt, ist das Aufstellen von Wahlplakaten in der Stadt Coburg klar geregelt - und zwar auch in Bezug auf den Zeitraum. So waren für die diesjährige Bundestagswahl erst ab dem 13. August, 15 Uhr, Plakate erlaubt. Und bis 2. Oktober, 24 Uhr, hätten eigentlich alle Plakate wieder verschwunden sein müssen.

Und was, wenn nicht? "Dann werden sie nach und nach von uns entfernt", erklärt Nicole Henschel vom Ordnungsamt, "und die dadurch entstehenden Kosten werden den jeweiligen Parteien in Rechnung gestellt." os