Am Sonntag, 11. November um 18 Uhr und Montag, 12. November, um 20 Uhr spielt das Orchester unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Roland Kluttig.

Als Solisten sind in Gustav Mahlers "Das Lied von der Erde" die Mezzosopranistin Kora Pavelic und als Gast Tenor Roman Payer, der zuletzt als Parsifal und Florestan ("Fidelio") auf der Bühne des Landestheaters begeisterte, zu erleben.

Musik widersteht dem Schrecken

"Persönlich ist mir das Konzert mit Mahlers "Lied von der Erde" besonders wichtig, da wir dieser Komposition die Werke zweier Komponisten voranstellen, die sicher zum Kanon der großen Komponisten zählen würden, wäre ihrem Leben nicht im Konzentrationslager ein Ende gesetzt worden", so Roland Kluttig über das Konzertprogramm.

Gemeint sind die beiden Komponisten Hans Krása und Viktor Ullmann, deren "Ouvertüre für kleines Orchester" (Krása) und 2. Sinfonie D-Dur (Ullmann) im Konzentrationslager Theresienstadt entstanden sind, wo sie trotz Elend, Grausamkeit und Tod ihr Schaffen fortsetzten.

Beide Werke von Krása und Ullmann legen ein beeindruckendes Zeugnis davon ab, was es heißt, an Empathie und Menschlichkeit zu glauben, wenn man selbst dem sicheren Tod ins Auge blickt.

"Dunkel ist das Leben, ist der Tod", heißt es im ersten Lied in "Das Lied von der Erde" - eine außergewöhnliche Verschmelzung von Lied und Symphonie, die am Ende des Konzertprogramms steht - mit dessen Komposition Gustav Mahler im Jahr 1907 begann.

Dabei formte er aus den Gedichten aus dem Band "Die chinesische Flöte" von Hans Bethges eine Allegorie über die Flüchtigkeit des Lebens und das Eingehen in die Unendlichkeit.

Mit einer Stunde Klassik entspannt ins Wochenende starten: In der Reihe Concertino werden am Samstag, 10. November um 11:00 Uhr im Großen Haus die beiden Werke von Krása und Ullmann vorgestellt. (Karten zu sieben Euro in der Tageblatt-Geschäftsstelle und an der Theaterkasse).red