"Wie Phönix aus der Asche" oder "Totgesagte leben länger" - solche Vergleiche treffen durchaus auf die SG Rödental zu. Besonders stolz ist Präsident Thomas Gehrlicher nach der gelungenen Sanierung des Vereins darauf, dass der größte Teil der vereinseigenen Immobilien im Besitz der SG blieben. Für die Zukunft sieht er die SG Rödental auch aufgrund steigender Mitgliederzahlen und einer steigender Anzahl von Übungsleitern auf einem guten Weg.
Nachdem Gehrlicher bei der Hauptversammlung fast euphorisch auf die Erfolge verwiesen hatte, trat Vorsitzender Michael Scheler auf die "Spaßbremse". Zwar stehe der Verein auf einer gesunden Basis, doch fehle es an finanziellen Reserven. "Im Ergebnis befand sich die SG Rödental auch im Jahr 2014 auf einer finanziellen Gratwanderung", stellte Scheler nüchtern fest. Ein großes Manko seien die rückläufigen Einnahmen aus Veranstaltungen.
Ohne die Gewinne aus dem wirtschaftlichen Bereich seien die Ausgaben des Vereins nicht zu finanzieren. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, staatlichen Zuschüssen und Mieteinahmen hätten sich zwar im vergangenen Jahr positiv entwickelt, doch dies hätten die stark gesunkenen Einnahmen aus Veranstaltungen zunichte gemacht. Scheler: "Wie ein Damoklesschwert schweben notwendige Investitionen über der SG." Er sprach aufgrund der in der Vergangenheit vorgenommenen Investitionskürzungen von einem Nachholbedarf im sechsstelligen Bereich.

Positive Mitgliederentwicklung

Als probates Mittel, die Einnahmen zu verbessern, sieht Scheler die Erhebung von Zusatzbeiträgen in bestimmten Sportbereichen. Äußerst zufrieden zeigte er sich mit der Mitgliederentwicklung: Gehörten 2010 insgesamt 1084 Bürger der SG an, so stieg diese Zahl zum Ende 2014 auf 1357. "Problembereiche" sind die Gruppe der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren sowie die der Erwachsenen zwischen 41 und 60 Jahren. Hier musste der Verein Rückgänge verbuchen.
Turnen, Fußball und Handball sind die mitgliederstärksten Abteilungen. Den größten Zuwachs verzeichneten die Tänzer (+ 35).
Auch bei den Übungsleitern konnte Scheler Positives vermelden. Derzeit stehen der SG Rödental 98 Übungsleiter, davon 54 mit Lizenz, zur Verfügung. (2013: 93/41).
Für 2015 hat der Vorstand hohe Ziele. So stehen die Erweiterung des Sportangebotes für ältere Menschen, die Besetzung vakanter Ehrenämter, Verstärkung der Nachwuchsförderung, eine weitere Aktivierung des Kampfsportzentrums und eine Einnahmesteigerung durch Werbung und vor allem die Sicherstellung der finanziellen Stabilität des Vereins auf der Agenda. Die Modernisierung der Beach-Anlage, Erneuerungsarbeiten am Sportgelände und die Erneuerung des Ausschankes im Olympiazelt stehen auf dem Investitionsplan.
Den Grundstein für eine Fortführung der Erfolgsbilanz legten die Neuwahlen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Thomas Gehrlicher (Präsident), Michael Scheler (Vorsitzender), Isolde Bähr (Zweite Vorsitzende) und Jochen Paulfranz (Dritter Vorsitzender).

Ehrungen

Eine nicht alltägliche Ehrung nahm Thomas Gehrlicher vor. Gustav Fischer gehört seit 80 Jahren der SG Rödental an. 1934 trat er zunächst dem Vorgängerverein TSR Oeslau ein. Seine Liebe galt von Anfang an dem Turnsport, den er zum Leistungsturnen entwickelte. Maßgeblich gestaltet er im Jahr 1960 die 100-Jahr-Feier des Deutschen Turnerbundes in Coburg. Aber nicht nur als Turner war er aktiv, sondern auch als Handballer war der Jubilar äußerst erfolgreich. Auch war es Gustav Fischer, der maßgeblich dazu beitrug, dass aus dem TSV Oeslau und der TSR 02 Oeslau im Jahr 1973 die SG Rödental wurde. Auch heute, im Alter von 95 Jahren, ist er immer an den Ereignissen rund um "seine" SG lebhaft interessiert.
Ebenfalls geehrt wurden Alina Bäz, Angelika Lesch, Annabell Reuß-Meißner, Benedikt Carl, Daniel Heim, Daniel Völker, Diana Bäz, Luisa Schunke, Marius Lesch, Matthias Hanstein, Olga Leichner, Patrick Brockardt-Riemann, Petra Wiedemann, Sebastian Sommer, Stefan Lutz (15 Jahre); Anika Riedel, Annika Wagner, Daniel Bernhardt, Dominik Riedel, Ernst Knirsch, Heidi Kroß, Isabell Bittermann, Jana Schulz, Martin Scheja, Ray Bathe, Simon Lesch, Simon Strezelczyk, Theresa Buhl, Thomas Schneider, Tillmann Leibing, Ute Rose, Vanessa Buhl (20 Jahre); Anneliese Baudler, Daniel Metz, Jürgen Heinlein, Kristina Müller, Lukas Lesch, Manfred Baudler, Max Gehrlicher, Ursula Schultheiss (25 Jahre); Adrian Schorr, Bernd Hartel, Günther Scheler, Manfred Lehmann, Sigrid Döhler, Uwe Hartel (40 Jahre); Günter Iffländer, Hans Queck, Magda Günther (55 Jahre); Herbert Scheler (75 Jahre).
Für besondere Verdienste im Verein wurden Sigrid Döhler, Adrian Schorr, Ulrike Gehrlicher, Kerstin Martin, Carola Fricke, Steffen Reuß, Michael Carl, Thomas Schneider, Doris Brockardt-Riemann, Petra Wiedemann, Monika Rophol, Sonja Henning und Norbert Nageisky geehrt.
Zu Ehrenmitgliedern wurden Heidi Roß und Arndt Carl ernannt.