Die Seßlacher Narren sind nicht aus Zucker – beim gestrigen Faschingszug haben Unzählige Faschingsbegeisterte dem Dauerregen getrotzt. Das Prinzenpaar Laura I und Alexander I ging mit gutem Beispiel voran: Seine Hoheit ließ sich im Cabrio durch die Stadt fahren und verteilte Süßwaren.

Von den übrigen 25 teilnehmenden Wägen regnete es ebenfalls reichlich Kamelle. Auch die 28 restlichen Zugnummern ließen sich nicht lumpen und warfen Süßwaren in die Menge – die Regenschirme zum Fangen waren wetterbedingt schon aufgespannt und mussten nur rumgedreht werden.

Politsche Botschaften

Neben vielen reinen Gaudiwägen präsentierte sich auch die eine oder andere Gruppe bewusst politisch. So trug die Hattersdorfer Jugend mit ihrem Motto "Landwirte, die Marionetten der Gesellschaft" den bundesweiten Protest der Landwirte in die Seßlacher Altstadt.

Die "Schoder Bonitas" waren als Kassenbons verkleidet und karikierten so die kürzlich eingeführte Bonpflicht. Konsequenterweise verteilten sie auch keine Naschereien sondern Bons. Auch die Stadtratswahl 2020 war ein Thema – Motto: "Die Karten werden neu gemischt."

Seßlacher Traditionen

Darüber hinaus gab es auch Anknüpfungen an die Geschichte der Stadt: Die Seßlacher Bürgerwehr marschierte volluniformiert mit. Auch die Seßlacher Mönche waren wieder vertreten und "retteten das Seßlacher Bier". Das S-Team wiederum erinnerte mit seinem Auftritt als "Itz-Blitz" an die Bahnstrecke durch den Itzgrund.