Es war ein spannender Wahlkampf im Jahr 2014, als in Seßlach der Nachfolger für den 30 Jahre amtierenden Bürgermeister Hendrik Dressel (Freie Wähler) gesucht wurde. Mit Martin Mittag (CSU), Berthold Borczyk (Freie Wähler) und Carsten Höllein (SPD) bewarben sich drei Kandidaten für den Posten des Stadtoberhaupts. Unerwartet deutlich setzte sich Martin Mittag, zuvor schon zweiter Bürgermeister, durch - er erreichte 66,8 Prozent der Stimmen im ersten Durchgang.



Diese Fragen haben wir gestellt



1. Sie sind jetzt seit gut drei Jahren Bürgermeister. Haben Sie sich dieses Amt und die damit verbundenen Aufgaben in etwa so vorgestellt?

2. Welche Projekte konnten Sie bereits umsetzen und anstoßen?

3. Gab es schon Enttäuschungen im Amt?

4. Was würden Sie bis zum Ende der Wahlperiode noch gerne erreichen?

5. Gibt es bereits eine schöne oder lustige Anekdote, die Sie uns aus Ihrem Bürgermeisterleben erzählen können?


1. Die ersten drei Jahre im Amt sind sehr schnell vergangen. Es war bisher eine sehr schöne Zeit, die nie langweilig oder vom Aufgabengebiet her alltäglich war. Sicher sind mir viele Herausforderungen und Abläufe bekannt gewesen, aber es kommt doch fast täglich etwas auf einen zu, mit dem man vorher nicht rechnen oder es gar planen konnte. Gerade das macht die Arbeit in diesem Amt so abwechslungsreich und interessant. Besonders wichtig ist aber die Zusammenarbeit mit meiner Verwaltung, die einmalig ist und für die ich sehr dankbar bin.

2.Neben dem Breitbandausbau, einigen für unser gesamtes Stadtgebiet wichtigen Straßenbaumaßnahmen, der weiteren Umsetzung der Dorferneuerungsmaßnahmen in den Stadtteilen Unterelldorf und Oberelldorf konnten unter anderem die lang erwartete Dorferneuerung in Gleismuthhausen und Merlach sowie die Sanierung unseres historischen Rathauses auf den Weg gebracht werden. Diese Maßnahmen sind aber nur ein kleiner Teil der vielen Projekte, die stetig mehr werden, denn Seßlach mit all seinen Ortschaften entwickelt sich stetig weiter, und das ist nicht zuletzt nur deshalb möglich, weil viele aktive und engagierte Menschen hier leben und sich gerne für ihre Kommune einsetzen.


3. Nicht jeder Wunsch oder jede Idee kann immer auch Wirklichkeit werden oder direkt in die Tat umgesetzt werden, denn oft sind ganz verschiedene Faktoren ausschlaggebend, die manches nicht oder nur eingeschränkt möglich machen. Egal, ob gesetzliche Vorgaben, die vorhandenen Haushaltsmittel oder aus sonstigen Gründen. Aber jede dieser Hürden führt auch immer zu einem Umdenken und zur Suche nach anderen Lösungen, die oft gefunden werden können.


4. Es geht immer darum, was für unser Stadtgebiet noch erreicht werden kann. Hier wäre der Ausbau der Staatsstraße zwischen Dietersdorf und Seßlach, die Umsetzung des Lichtmasterplanes, und das neue Stadtentwicklungskonzept nur eine kleine Aufzählung der vielen Ziele, die unsere wunderschöne Kommune noch lebens- und liebenswerter machen.


5. Die täglichen Begegnungen mit den Mitbürgern sind eine große Freude für mich. Eine besondere Anekdote war und ist sicher immer die Teilnahme am alljährlichen Wefa-Lauf in Seßlach, bei dem ich immer mit einem Bewohner oder einer Bewohnerin aus unserer Flenderschen Spitalstiftung teilnehmen durfte und wir im Team auch schon mehrfach Medaillen erringen konnten.