Damit sollen allen Beteiligten eine Verschnaufpause verschafft werden, um in Ruhe weiter ermitteln zu können. Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) hatte zuvor ein Telefonat mit der Regierung von Oberfranken geführt und dafür sogar die laufende Sitzung des Stadtrats verlassen.

Ebenfalls am Donnerstagnachmittag hatte die Staatsanwaltschaft eine Presseerklärung verschickt - mit folgendem Wortlaut:

"Nach den bisherigen Ermittlungen ist derzeit davon auszugehen, dass in der Zeit bis Februar 2013 aus dem Schlachthof Coburg heraus nicht verkehrsfähiges Rindfleisch (K3-Fleisch) verkauft wurde. Abnehmer waren kleinere Metzgerei- und Gastronomiebetriebe. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen erfolgte insoweit der Verkauf ausschließlich von dem Zerlegungsbetrieb der Firma Dellert. Im Verhältnis zum gesamten Geschäftsumfang der Firma Dellert handelt es sich dabei um untergeordnete Mengen. Ausgenommen von der Weitergabe des K3-Fleisches sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Großabnehmer gewesen.

Hinsichtlich des in den Verkehr gebrachten Fleisches- kann ausgeschlossen werden, dass es sich um Fleisch der Kategorie 1, d. h. hochrisikobehaftetes Fleisch und der Kategorie 2, das heißt nicht zum Verfüttern zugelassenes Fleisch, gehandelt hat.

Über weitere Einzelheiten bezüglich des Tatzeitraums, des Umfangs, der Vorgehensweise und der Verantwortlichkeit einzelner Beteiligter können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren und werden mit Beschleunigung geführt.

Für eine aktuelle Abgabe von K3-Fleisch bestehen keine Anhaltspunkte."