"Wir haben die Besucher nicht gezählt", stellte Sambaco-Pressesprecher Andi Ebert bei der Abschlusspressekonferenz des Samba-Festivals fest - "vielleicht waren es auch 195   000 oder 210   000." Die Plätze und Gassen seien jedenfalls "genauso voll wie immer" gewesen. Mindestens. Denn das durchwachsene Wetter sei letztlich sogar günstiger gewesen als etwa die extreme Hitze 2011. "Damals sind viele Leute erstmal länger im Freibad geblieben", erinnerte sich Andi Ebert. So aber sei - nach einem etwas schwächeren Freitag - vor allem der Samstag ein Riesenerfolg gewesen. "Schloss- und Marktplatz mit den beiden Hauptbühnen waren schon ab dem späten Nachmittag sehr sehr gut gefüllt."

Wie hatte Sambaco-Chef Rolf Beyersdorf bereits im Vorfeld gescherzt: "Heiß sind wir doch selber - da brauchen wir nicht noch 40 Grad von oben." Fazit Andi Ebert: "Wir sind sehr sehr zufrieden."

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Massenveranstaltung zeigte sich auch die Polizei. Zwar gab es laut Polizeikommissar Daniel Domes ein paar Fälle von Körperverletzung und auch Alkoholmissbrauch, doch müsse man die Anzahl der Vorfälle stets in Relation zu den unglaublich vielen Menschen betrachten. Andi Ebert brachte es auf den Punkt: "Was wir an Polizeieinsätzen am gesamten Wochenende hatten, gibt es bei anderen Festivals in den ersten zwei Stunden!"

Froh sind alle Beteiligten auch, dass der Hofgarten nicht mehr der Brennpunkt wie bei vergangenen Festivals war.
Wirkung gezeigt hatte auch die Ankündigung der Polizei, bei Falschparkern kein Auge mehr zuzudrücken: Nur ein einziges Auto musste abgeschleppt werden.

Sehr gut angenommen wurden laut Sambaco-Chef Rolf Beyersdorf die Shows im Kongresshaus. Ansonsten wollte er, gefragt nach den Höhepunkten des Festivals, aber nichts und niemanden herausgreifen: "Alles war super!" Auch der Frage, ob es schon Pläne für das Festival im nächsten Jahr gibt, wich er schmunzelnd aus. Andi Ebert kündigte nur schon mal so viel an: "Wir haben Sachen in Planung, die für Aufsehen sorgen werden."