Stimmungsraketen und Zugabe-Rufe wechselten sich bei der rund viereinhalbstündigen Säraspo-Prunksitzung ab, die für jeden etwas dabei hatte. Das Prinzenpaar Prinzessin Lisa I. und Prinz Christoph I. versicherten: "Mit Schwung und Elan packen wir die Probleme an." Um die Finanzen aufzubessern, regten sie an, die Straßen in der Gemeinde neu zu benennen und für spezielle Namenswünsche Gebühren zu verlangen.

Kinderprinz Maurice I. stürzte sich mit seiner Kinderprinzessin Julia I. ebenfalls ins Gefecht. "Am Fasching bleibt die Schule geschlossen, denn da wird mit Luftschlangen geschossen", kündigten die Nachwuchsregenten an. Vor dem Disney-Bühnenbild tauchten die Jüngsten der Purzelgarde als putzige Arielles ab ins Meer. Kein Blatt vor dem Mund nahm Nachwuchsbüttenredner Joe Höllein, der von seinem neusten Hobby als Nachwuchselferrat berichtete.
Um frisches Blut ins Komitee zu bringen, hat er sogar eine Kontaktanzeige aufgegeben. Bewerber müssten von November bis März Freizeit einplanen, "denn da schlägt das Narrenherz".


Meederer Exportschlager

Als Exportschlager der Faschingsvereinigung Meeder erzählte Lisa Geuter im Look von Cindy aus Marzahn von ihren Erlebnissen als Babysitterin. Dabei hatte sie ihre ganz eigenen Methoden, um die kleinen Racker bei Laune zu halten. Schließlich holte sie Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) auf die Bühne, dem sie eine rote Nase, Papphütchen und Dosenbier verpasste.

Comedy und Zauberei verknüpfte Valentino (Richard Neubing). Er brachte seine Assistentin Anette (Helga Rupp, aus dem Publikum) fast zur Verzweiflung mit einer Flaschenzauberei. Zum Mitsingen luden die Eichbergsänger mit "Mambo-Fieber" ein. Säraspo-Präsident Gernot Schöpf sorgte als "Schwarze Natascha" für optische Verstärkung.


Julchen in Hochform

Kein Auge blieb mehr trocken, als Julchen (Carmen Grieß) zur Hochform auflief und das Publikum an ihrem Liebesleben teilhaben ließ. Für den Schlager "Hallo again" hatte sie sich extra Gesangunterricht geben lassen und holte zur Verstärkung des Backgrounds Bernd Reisenweber als Howard-Carpendale-Double auf die Bühne.
Seit Jahren ist der Fanfarenzug Lichtenfels ein Höhepunkt im Programm. Heuer rockte dieser mit einer Zeitreise in die 60er-Jahre die Halle. Fesch sahen die Kinder-, Jugend- und Prinzengarde in ihren Uniformen aus und lieferten zackige Tänze ab. Mit "Alice im Wunderland" nahmen die Lunatics das Publikum mit auf eine Reise in eine verrückte und paradoxe Welt. Mit ihrer Umsetzung und Kreativität lagen sie bei den Zuschauern richtig. Die "Kohlis" entführten mit dem König der Diebe in den Sherwood Forrest. Premiere feierten die "JuKids" und landeten mit ihrer riesigen Unterwasserparty als Sponge-Bob, Patrick und Thaddäus einen Volltreffer. Die Truppe zeigte nicht nur eine tolle Show sondern half auch bei der Gestaltung ihrer Kostüme kräftig mit.


Orden wurden verliehen

Jahresorden gingen an die Vertreter der befreundeten Vereine. Orden des Fastnachtverbandes bekamen als fördernde Mitglieder Bürgermeister Bernd Reisenweber und Siegfried Pecher verliehen.

Zum Finale schwebten Luftballons von der Decke auf die Bühne. Von dort aus wurden außerdem Konfettiraketen und - fontänen gestartet. "Wir finden, Sie waren das beste Publikum dieses Abends", stellte Sitzungspräsidentin Melanie Bischoff fest und freute sich über das volle Haus. Im Anschluss sorgte die Band "Melody" für Tanzmusik.