Es war ein Wahlversprechen: In Rödental sollte die Kulturszene mit attraktiven Angeboten für alle Altersgruppen bereichert werden. Bürgermeister Marco Steiner (FW) setzte sein Ziel in die Tat um und hob das Rödentaler Herbstfest aus der Taufe. An vier Tagen konnte auf dem Festplatz ausgiebig der Geselligkeit gefrönt werden.
Mit einem sehr gut besuchten Seniorennachmittag stieg man in die Herbstfeiertage ein. Bürgermeister Marco Steiner meinte, dass über 300 Senioren das Festzelt gefüllt und einen Riesenspaß gehabt hätten.

Am Freitag stand dann die Jugend im Fokus. Die Foxx-Party-Rockband heizte richtig ein. "Gerappelt voll" war dann das 1000 Personen fassende Festzelt, als die Original Prinz Albert Blasmusik (OPA) Jung und Alt bestens unterhielt.
Bürgermeister Steiner freute sich: "Von 15 bis 85 standen viele friedlich auf den Bänken und genossen einfach die herrliche Stimmung." So wie eine ältere Besucherin, die nach Worten des Stadtoberhauptes meinte: "Des is fei schö doa." Dass bereits zehn Minuten nach Einlass alle Plätze so gut wie belegt waren, war ein deutliches Indiz dafür, dass Marco Steiner und die Seinen den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen hatten.


Nicht ganz die Hälfte

Für den Sonntagnachmittag hatte sich das Rödentaler Jugendparlament etwas Besonderes einfallen lassen. Die Organisation mit Fabian Höhn an der Spitze lud alle Stadtteile ein, vier Teilnehmer für die erste Stadtteil-Olympiade zu entsenden. Über Stadträte und Ortssprecher wurde Kontakt hergestellt und schließlich fanden sich sieben Teams ein, um sich bei "Sport, Spiel, Spannung" zu messen. Auch wenn es die erste Veranstaltung ihrer Art und die Resonanz eigentlich nicht schlecht war, hatte sich Organisator Fabian Höhn etwas mehr Zuspruch erwartet. "Sieben von 16 Stadtteilen ist nicht gerade überwältigend", meinte er. Seit Juli saß das Jugendparlament zusammen, um sich Gedanken über die Art und Weise der Stadtteil-Olympiade zu machen. Zuerst mussten die Mannschaften anspruchsvolle Quizfragen beantworten, bevor sie über einen Parcours geschickt wurden. Geschicklichkeit und Zielsicherheit war beim "Hämmern" gefragt. 200 Wäscheklammern waren im Spiel, als drei Teammitglieder dem vierten diese anheften mussten. Zum Abschluss galt es, Baumstämme möglichst weit von sich wegzuwerfen. Um den Sieg wetteiferten Mannschaften aus Oeslau, Mönchröden, Schönstädt, Spittelstein, Rothenhof, Blumenrod und Einberg. Es zählte der berühmte olympische Gedanke.

Extra trainiert hatten die Teams nicht. "Wir sind hier, um Spaß zu haben", sagten die Sportler des "FC Aggerschiena". Bastian Fischer, Eric Eastman, Moritz Heinlein und Gunter Heubner sagten, sie hätten nicht lange überlegen müssen, ob sie da mitmachen. "Es ist doch Ehrensache, dass wir unseren Ort vertreten."
Ganz oben auf die Siegertreppe schaffte es das Team aus Mönchröden, gefolgt von Spittelstein und Oeslau. Hinter dem "FC Aggerschiena" reihten sich Einberg, Blumenrod und Rothenhof ein. Die Erstplatzierten konnten sich über Sachpreise der Bäckerei Heimann, der Brauerei Grosch und der Metzgerei Streng freuen. Für alle Teilnehmer hielten die Stadtwerke Eintrittsgutscheine für das Rödentaler Hallenbad bereit.