Polizeihauptkommissar Peter Schuhmann und Polizeiobermeister Erdem Demirezen sprechen mit Realschülern über den Beruf des Polizeibeamten. Er könne so vielfältig und erfüllend sein wie kaum ein anderer. Die bayerische Polizei biete nach der Ausbildung viele spannende Einsatzgebiete wie Schutz-, Verkehrs-, Bereitschafts- oder Kriminalpolizei, sagt Einstellungsberater Peter Schuhmann. Neben den schulischen Leistungen werde auch ein großer Schwerpunkt auf die sportlichen Leistungen gelegt.

Damit treffen die beiden Beamten bei der 15-jährigen Jule auf offene Ohren. Sie habe seit vielen Jahren Interesse daran, Polizistin zu werden, da viele ihrer Freunde diesen Weg gewählt hätten. Menschen zu helfen sei für sie dabei ein wichtiges Kriterium. Sportlich sei sie auch, da sie seit elf Jahren bei den Coburger Effect's dem anspruchsvollen Gardetanz nachgehe.


Über 20 Unternehmen

Am Berufsfindungstag der Staatlichen Realschule Coburg II waren wieder mehr als 20 Firmen und Anbieter aus der Region vertreten und präsentierten sich in der Doppelturnhalle im Rahmen einer Berufsmesse. Es sei an der CO II seit zehn Jahren schon Tradition, den direkten Kontakt zwischen Firmen und Schülern herzustellen, sagte Realschulrektor Klaus Reißenweber. Bewusst sei der Samstag und nicht ein Tag unter der Woche gewählt worden. Bei der wichtigen Entscheidung zur Berufswahl sollten auch die Eltern mit eingebunden werden, sagte Reißenweber.

Selbst die "coolsten" Schüler hätten zumindest ein Elternteil dabei. Schüler und Eltern könnten sich an den vielen Info-Ständen informieren. Die Entscheidung für einen Ausbildungsplatz träfen die Schüler zusammen mit ihren Eltern, sagte der Realschulrektor.


Eine Chance für das Handwerk und kleinere Betriebe

Die Doppel-Turnhalle biete für jede Firma, die nachfrage, Platz. Es sei sein Anliegen, auch kleineren Firmen eine Chance zu geben, sich an der CO II zu präsentieren, betonte Klaus Reißenweber. "Die großen Firmen fischen die Schüler oftmals ab, aber vor allem die kleineren Betriebe brauchen Schüler mit einem Leistungspotenzial und mit Wissen auf Realschulniveau", betonte er. Auch das Handwerk dürfe nicht vergessen werden. Er wies besonders darauf hin, dass der Elternbeirat die Verpflegung der Gäste gesponsert und somit auch erst die Messe ermöglicht habe. Klaus Reißenweber dankte aber auch den beiden Organisatoren, den Studienräten Andreas Volk und Jens Wenig, die seit Wochen diesen Tag koordiniert hätten.

Die Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) Sandra Graf vermittelte mit ihren Kollegen das Angebot der PTA-Schule in Kulmbach. Nach der Ausbildung dürfe die fertige PTA in der Apotheke zusammen mit der Apothekerin die Kunden zu den Arzneimitteln beraten, sie selbst herstellen und verkaufen sowie Arzneistoffe prüfen.