Thomas Nowak, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion: "Ich denke, es ist eine mutige, respektable Entscheidung, die er trifft und die ihm nicht leicht gefallen ist. "

Stefan Leistner, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Coburg: "Die SPD ist ihm zu großem Dank verpflichtet."

"Respekt vor Lebenswerk"

Frank Rebhan, Freund seit Schülertagen, erster Büroleiter des OB Kastner und seit 1995 selbst OB in Neustadt: "Norbert Kastner hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich habe einen Riesenrespekt vor seinem bisherigen Lebenswerk. Es ist ein großer Verlust für Coburg und die Region."

SPD-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Leistner. Martin Ruggaber, Vorsitzender des Ortsvereins Mitte, reagiert per SMS:"Ich bin geschockt, obwohl ich es fast befürchtet habe. Danke für seine Leistung für unsere Stadt. Respekt vor seiner Entscheidung.
Er wird immer mein Oberbürgermeister und Freund bleiben. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln."

Birgit Weber, OB-Kandidatin der CSU: "Ich trete nicht gegen jemanden an, sondern für eine Idee. Trotzdem nehme ich jeden Gegenkandidaten ernst, egal wie er heißt und aus welcher Partei er kommt. Dabei mag ich den Begriff Wahlkampf nicht. Kampf hat für mich immer auch etwas mit Gewalt zu tun. Ich trete unter einer anderen Prämisse an und sehe die Auseinandersetzung mit den anderen Kandidaten eher als einen Wettbewerb. Es geht mir dabei um die Sache, um die Stadt, nicht um Personen."

Christian Müller, OB-Kandidat der CSB: "Jetzt, wo die finanziellen Verhältnisse der Stadt Coburg schwierig werden und ein Krisenmanagement verlangen, macht es natürlich keinen Spaß mehr. Norbert Kastner lässt die Stadt mit ihren Problemen allein. Aber wir werden das schon packen - die richtigen Alternativen stehen ja bereit. Und der Wahlkampf wird dadurch interessanter, denn die Karten werden völlig neu gemischt. Norbert Tessmer ist in der jetzigen Situation aber nicht der richtige OB für Coburg. Viele Dinge in seinem Referat hat er vor allem durch Geldausgeben gelöst. Man muss jetzt mit Blick auf die finanzielle Situation aber auch einmal Nein sagen können."

Martina Benzel-Weyh, OB-Kandidatin der Grün en: "Das ist eine gute Entscheidung für Coburg und auch für Norbert Kastner selbst. Ich finde es verständlich, dass er nach 24 Jahren im Amt nicht mehr antreten mag. Er hat in der letzten Zeit keine Energie mehr gezeigt und keine Offenheit für neue Ideen. Ich wünsche mir, dass nun ein frischer Wind ins Rathaus kommt. Und ich hoffe jetzt auf einen fairen und sachlichen Wahlkampf und dass die Grünen so viele Prozente wie möglich holen."

Weitere OB-Kandidaten: Für die Linken wird René Hähnlein antreten; auch die FDP und "Pro Coburg" haben angekündigt, im Kommunalwahlkampf mit eigenen Kandidaten Flagge zeigen zu wollen. Möglich sind auch Kandidaten von Piraten und ÖDP