In Fahrtrichtung Bamberg stockte der Verkehr gestern am Dienstag im Weichengereuth. Gelbe Blinklichter, weiß-rote Kegel und Polizisten in Warnwesten signalisierten den Autofahrern eine Kontrollstelle. Die Polizeiinspektion Coburg hatte in Höhe des Alten Schützenhaus eine Kontrollstelle eingerichtet. Weil zwei Gruppen der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg den Einsatz unterstützten, fand diese Schwerpunktkontrolle vom Nachmittag bis in die frühen Abendstunden hin­ein statt. Neben der stationären Kontrolle im Weichengereuth war eine weitere Gruppe der Bereitschaftspolizei am Dienstag im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Lichtenfels tätig. Heute und morgen sind die Bereitschaftspolizisten dann in Kronach und Bayreuth unterwegs.

Telefonieren am Steuer wird teuer

"Natürlich interessiert die Bevölkerung, warum die Bereitschaftspolizei im Einsatz ist", sagte Polizeidirektor Ralf Neumüller, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Coburg. Während die Polizei das Tagesgeschäft abarbeite - von der Familienstreitigkeit bis zum Verkehrsunfall, könnten mit der Bereitschaftspolizei Schwerpunkte gesetzt werden. Dabei handelt es sich nach den Worten des Polizeidirektors stets um reale Einsätze und nicht um eine Übung. In der Regel sei die Bereitschaftspolizei bei Großveranstaltungen im Einsatz. Die Kontrolle am Dienstagnachmittag habe keinen besonderen Anlass, das Thema Corona spiele in der Innenstadt eine bedeutendere Rolle, etwa wenn es um die Einhaltung der Maskenpflicht gehe. Neumüller: "Heute am Weichengereuth verfolgen wir einen ganzheitlichen Anlass."

Wacher Blicke auf die vorbeifahrenden Fahrzeuge

So hatte der Vorposten der Kontrollstelle einen wachen Blick auf die vorbeifahrenden Fahrzeuge. Wenn der Fahrer das Mobiltelefon am Ohr hat, bekommt der Kollege vor dem Alten Schützenhaus einen entsprechenden Funkspruch und die Anhaltekelle kommt zum Einsatz.

Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage schlägt mit 100 Euro zu Buche, zuzüglich 28,50 Euro Gebühren und einem Punkt in Flensburg. Ein nicht angelegter Sicherheitsgurt zieht eine Zahlung von 30 Euro nach sich.

Überprüft wurden auch die Fahrzeug- und Frachtpapiere sowie Lenkzeiten im Güterverkehr.

"Aber wir appellieren in erster Linie an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und sind nicht auf der Jagd nach Bußgeldern", meinte Markus Kern, Leiter der Pressestelle des Präsidiums der Bayerischen Bereitschaftspolizei.