Sein abartiges, pädophiles Hobby pflegte in den vergangenen Jahren ein 47-jähriger Mann aus dem Landkreis Coburg. Der Handwerksmeister hatte sich via Internet eine rekordverdächtige Anzahl mit rund 20 000 Kinderpornos heruntergeladen, einige verbreitet und weitergeleitet und 15 Buben via Webcam zu sexuellen Handlungen motiviert. Nach einer Untersuchungshaft von viereinhalb Monaten wurde der Mann nun am Mittwoch vom Kronacher Schöffengericht wieder auf freien Fuß gesetzt.

Verurteilt wurde der Mann, der sein Leben lang strafrechtlich unauffällig war, zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldauflage von 3000 Euro. Zusätzlich muss er sich in eine ambulante Therapie begeben. Staatsanwalt Christoph Gillot hatte eine Haftstrafe von drei Jahren gefordert. In seinem Plädoyer erklärte er: "Ich hatte noch keinen Fall mit derartigen Mengen.