Franka Krüger, Felix Regenspurger und Paul Kneitz wirken wie ganz normale Zehntklässler, wenn sie durch die Gänge des Gymnasiums Ernestinum laufen. Dass sie eine vielversprechende Unternehmensidee in ihren Händen halten, sieht man ihnen nicht an. Doch ihr Erfolg beim Wettbewerb "Jugend gründet" zeigt: Für einen guten Businessplan braucht es lediglich gute Teamarbeit, ein paar Stunden harter Arbeit - und natürlich eine zündende Idee.

"Die Kinder sind ganz frei in ihren Ideen", erklärt Wirtschaftsfachbetreuer Stefan Kestel, "je nach Interessen finden sich maximal drei Schüler in einer Gruppe zusammen und arbeiten gemeinsam an der Umsetzung." Als einziges Gymnasium in Coburg bietet das Gymnasium Ernestinum den wirtschaftswissenschaftlichen Zweig an. In diesem Rahmen gibt es einmal wöchentlich eine Profilstunde, in der die Schüler ihre Teilnahme an Wettbewerben wie diesem vorbereiten. In der ersten Runde musste ein eigener Businessplan eingereicht werden (darin erreichten Franka, Felix und Paul den 18. Platz); die zweite Runde bestand aus einem Planspiel zu einem vorgegebenen Thema (29. Platz unter deutschlandweit 4117 Teilnehmern). "Wir hatten bis zur letzten Stunde keine umsetzbare Idee. Alle anderen Teams waren schon fertig - und wir sind fast verzweifelt!", erinnert sich Franka lachend.

Der rettende Geistesblitz

Kurz vor den Weihnachtsferien kam dann der Geistesblitz. Innerhalb von zwölf Stunden schrieben die drei Teammitglieder den kompletten Businessplan, ganz knapp vor dem Einsendeschluss. Darin mussten Fragen zur Zielgruppe, den Kosten und der Marktgröße des überlegten Produkts beantwortet werden. Um welches Produkt es sich genau handelt, erzählen die drei Jungunternehmer in spe allerdings nicht. Nicht mal am Pitch-Event in München, für welches sie sich dank ihrer erfolgreichen Arbeit beim Wettbewerb qualifiziert hatten, nahmen sie teil. Schließlich wäre die Idee dann an die Öffentlichkeit gekommen. "Unser Ziel ist erst einmal, unsere Idee patentieren zu lassen und Investoren zu finden", erklärt Paul. Doch davor wird alles geheim gehalten. Nur die Branche wird verraten: Pharmaindustrie.