Das PSV-Sextett und seine Anhänger kassierten in Niedersachsen damit die höchste Schlappe seit sechs Jahren und müssen den Ausflug mit 780 Kilometer und 16 Stunden schnellstens abhaken. Kommenden Samstag gastiert das punktlose Schlusslicht SG Ettlingen in der Frankenhalle und da müssen Lohrer & Co. die Zähler in Neustadt behalten.

"Gute Ansätze und vereinzelte Phasen sind einfach zu wenig, um auf diesem hohen Niveau Paroli bieten zu können. Wir reden immer davon, dass beim einen oder anderen mehr Potenzial da ist, aber aktuell bringen es einige meiner Jungs nicht auf die Bahn und deswegen können wir solche Spielen nicht ausgeglichen gestalten", resümierte ein enttäuschter Jürgen Bieberbach nach Spielende.

Guter Start


Die personelle Umstellung - Dieter Nielsen und Michael Lohrer ins Startpaar zu stellen - trug nur 20 Minuten Früchte. Die beiden Neustadter begann sehr stark und nach 50 Wurf führte der PSV Franken mit vier Kegel. Nur einen Durchgang später war die Partie eigentlich zu Gunsten der "Wölfe" entschieden, da Gerhard Gams und Manuel Wassersleben das hohe Niveau hielten und Neustadts Startspieler in ein Loch fielen. Wolfsburgs Kapitän Gerhard Gams zeigte hervorragenden Sport und erreichte fantastische 1059 (673/386). Auch sein Partner Manuel Wassersleben überzeugte und verließ mit 986 die Anlage. Michael Lohrer legte einen starken Schlussspurt hin und kam dadurch noch auf mehr als solide 956. Bei Dieter Nielsen leuchteten 995 an der Anzeige und damit blieb er wieder einmal Neustadts Bester.

Mit 90 Miesen im Gepäck begann Bastian Bieberbach in die Vollen verheißungsvoll, aber die restlichen 175 Wurf waren enttäuschend. Neustadts Youngster räumte katastrophal ab und verlor mit 879 gegen die Kombination Matthias Hähnel und Thomas Hennecke (890).

Schwache Schlussbahn


Jürgen Bieberbach gelangen im dritten Durchgang 259, musste sich aber nach schwacher Schlussbahn mit 900 begnügen. "Offensichtlich fehlen bei mir die Körner, denn zum wiederholten Male lasse ich am Ende viele Hölzer liegen," analysierte er seinen Auftritt. Im Duell mit Carsten Strobach (983) zog er auch klar den Kürzeren.
Aussichtslos in Rückstand bot im Schlusspaar Michael Moosburger eine gute Vorstellung und legte auf den mittleren Durchgängen den Grundstein für seine starken 975.

Jochen Geiger zeigte im Abräumen mehr Schatten als Licht und blieb bei 893 am Schluss stehen. Damit stand er gegen Ronald Schlimper (981) auf verloren Posten und Jens-Uwe Weiss komplettierte mit 960 den kompakt starken Auftritt der VW-Städter.