Neustadt
Viele Kopfverletzungen

Fahrrad-Unfälle drastisch gestiegen: Polizei macht "erschreckende" Feststellung im Kreis Coburg

Die Polizeiinspektion Neustadt bei Coburg berichtet von einem massiven Zuwachs von Fahrradunfällen in diesem Jahr. Dies habe gleich mehrere Ursachen.
Neustadt bei Coburg: Zahl der Fahrrad-Unfälle drastisch gestiegen - Polizei macht "erschreckende" Feststellung
Die Polizeiinspektion Neustadt bei Coburg stellte im Jahr 2022 eine "rapide Steigung" der Fahrradunfälle gegenüber des Vorjahres fest. Foto: Polizeiinspektion Neustadt bei Coburg
  • Neustadt bei Coburg: Immer mehr Fahrradunfälle registriert
  • Auch "Verletzungen werden immer schwerer" - Polizei mit sorgenvoller Statistik
  • "Erschreckend": Häufigkeit heftiger Unfälle vor allem auf eine Ursache zurückzuführen 

In einer Pressemitteilung erklärt die Polizeiinspektion Neustadt bei Coburg, dass es in diesem Jahr deutlich vermehrt zu Unfällen mit Fahrradfahrern und -Fahrerinnen kommt. Dabei stellte die Polizei nach eigenen Angaben einen Zuwachs von 30 Prozent zum Vorjahr fest - und hat dafür auch eine Erklärung. 

"Erschreckend": Verletzungen bei Fahrradunfällen immer schwerer - Polizei Neustadt mit besorgniserregendem Trend

Die Unfälle gingen für die Betroffenen auch immer öfter nicht glimpflich aus. "Erschreckend muss festgestellt werden, dass die Verletzungen dabei immer schwerer werden", heißt es in der Mitteilung. Vor allem Kopfverletzungen seien immer häufiger festgestellt worden. "Gut die Hälfe der verunfallten Radler trugen keinen Helm, was fast immer zu schweren Verletzungen im Kopfbereich geführt hat", berichtet die Polizei.

Doch nicht nur ein fehlender Helm sei der Grund für die schweren Verletzungen. "Neben der ökologischen Sicht, dass immer mehr Radfahrer auf der Straße unterwegs sind, sind wohl die Ursachen auch anderswo zu suchen. Diese sind schnellere Pedelecs (bestimmte Elektrofahrräder, Anm. d. Red.) und die fehlende Erfahrung damit sowie (...) die schlechte Erkennbarkeit aufgrund fehlender Beleuchtung".

In den letzten Wochen sei deshalb eine "rapide Steigerung" festgestellt worden. "Seit Anfang des Jahres wurden 21 Unfälle mit Radfahrern registriert. Das ist eine Zunahme um mehr als 30 Prozent zum Vorjahreszeitraum", berichtet die Polizei. Es werde ausdrücklich darauf hingewiesen, sich "vorsichtig im Straßenverkehr zu bewegen". Ebenfalls solle man immer einen Helm tragen, eine vorgeschriebene Beleuchtung montieren und "immer mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen".