Die drei Kartons voller Papier bilden (in vierfacher Ausfertigung) den Antrag auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für einen neuen Verkehrslandeplatz bei Neida-Wiesenfeld. Drei Jahre habe es gedauert, alle Unterlagen zusammenzutragen, sagte Willi Kuballa, Rechtsdirektor der Stadt Coburg und Geschäftsführer der Projektgesellschaft. "Das geplante Vorhaben und alle Auswirkungen werden in dem Antrag detailliert dargestellt. Somit sind alle Fakten in der Phase der öffentlichen Auslegung für jedermann einsehbar."

Die Unterlagen enthalten Kuballa zufolge die Luftverkehrs prognose und Bedarfsbegründung, Gutachten zur Alternativenprüfung (zum Beispiel zur Brandensteinsebene), die eigentliche umfangreiche technische Planung sowie den Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) mit integrierter Umweltverträglichkeitsstudie (UVS).

Kuballa geht davon aus, dass im ersten Quartal 2015 die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange Gelegenheit haben werden, sich zu dem Vorhaben zu äußern. In dieser Zeit seien die Antragsunterlagen auch online einzusehen, so auf der Homepage der Projektgesellschaft www.verkehrslandeplatz-coburg.de und beim Luftamt Nordbayern, verspricht die Projektgesellschaft. Schließlich habe nicht jeder die Zeit, die Unterlagen bei der zuständigen Gemeinde durchzulesen.

Kuballa weist abschließend darauf hin, dass nun "von neutraler Seite" alle bislang im Coburger Raum heiß diskutierten Fragen geprüft würden, auch die des Bedarf für einen neuen Verkehrslandeplatz und die Ausbaufähigkeit des vorhandenen Platzes auf der Brandensteinsebene. "Ich wünsche mir, dass gerade die Gegner des Vorhabens diese Chance nutzen, um Ihre Argumente in das Verfahren einzubringen und prüfen zu lassen."