Zwei große Projekte stehen in der Stadt Rödental auf der Agenda. Zum einen soll ein neues Drehleiterfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr angeschafft werden, zum anderen befasst sich der Stadtrat mit der Sanierung der Sportanlage in Oeslau.


Veraltete Sportanlage

Seitens Bürgermeister Marco Steiner (FW) sollten die Stadträte zunächst darüber befinden, ob bei der Regierung von Oberfranken ein Zuschussantrag gestellt werden soll oder nicht. Die Intention, die hinter dem Vorgehen stand, war die, in Erfahrung zu bringen, in welchem Umfang staatliche Zuschüsse zu dem Projekt zu erwarten sind. Danach sollte der Stadtrat sich darüber im Klaren werden, ob und in welchem Umfang sich die Stadt Rödental eine Sanierung leisten kann. So weit so gut. Das Bauamt in Person von Reinhard Kofer wurde beauftragt zunächst einen ungefähren Kostenrahmen zu ermitteln.
Kofer erläuterte dem obersten Gremium der Stadt zunächst, dass die Anlage im derzeitigen Zustand nicht mehr für sportliche Wettbewerbe genutzt werden kann. Vor allem entspricht sie nicht den Anforderungen an den Schulsport. So müssen dieSchüler der Mittelschule nach Neustadt gefahren werden, um dem Schulsport nachkommen zu können. Nach Vorstellungen der Stadt sollen vier Rundlaufbahnen, sechs Kurzstreckenbahnen, eine Kugelstoß- und eine Weisprunganlage sowie ein Kunstrasenspielfeld entstehen.
Kräftige, an dieser Stelle völlig verfrühte Diskussion brachte sich Dr. Wolfgang Hasselkus (SPD) ein, der zu bedenken gab, dass Kunstrasen zu einer erhöhtem Verletzungsgefahr führen könnte. "Wählen wir doch eine Form die die Gesundheit des Sportlers schont und für ihn nicht gefährlich ist". Stefan Zapf (CSU) wollte wissen, in welchem Zeitraum sich die Mehrkosten für einen Kunstrasen amortisieren. Elmar Palauneck (CSU) setzte einen drauf, indem er meinte, dass es Stadt nicht anstehe auf der einen Seite Stabilisierungshilfe zu beantragen auf der andern Seite, das Teuerste von Teuren kaufen zu wollen. Hans Joachim Lieb (FW) betonte mit erhobener Stimme, dass der Stadtrat das Thema seit über zehn Jahren vor sich hertreibt. Für die Einwände bringe er kein Verständnis auf: "Wir müssen die Chance am Schopf packen."
Thomas Lesch (SPD) meinte salomonisch, dass man doch im Moment den "Ball flach halten sollte". Wenn der Förderbescheid der Regierung vorliege, könne man sich konkrete Gedanken über die Ausgestaltung der Sportanlage machen. So sah es auch Bürgermeister Marco Steiner, der darauf verwies, dass der Antrag auf einen Kunstrasen sich in keiner Weise schädlich auf eine Förderung auswirken werde. Reinhard Kofer geht nach einem ersten Kostenvoranschlag von einer Summe von knapp über eine Million Euro aus, wobei er den Kunstrasen mit 418 000 Euro einplante. Bürgermeister Steiner schlug
Aber nicht nur die Sportanlage "drückt" die Stadt Rödental. Auf dem Gelände steht auch ein so genanntes Betriebsgebäude, bei dem auch dringend Hand angelegt werden muss. Architektin Marion Setzer erläuterte dem Gremium, dass drei Themen in Angriff genommen werden müssen, um auch hier Fördergelder zu erhalten. Neben der energetischen Sanierung, der Herstellung der Barrierefreiheit muss die Renovierung des Innenbereichs angegangen werden. Bei Abwägung aller negativen Annahmen geht sie von einer Investitionssumme von 320 000 Euro aus. Am Ende war sich der Stadtrat bis auf Palauneck darüber einig, dass man entsprechende Förderanträgen bei der Regierung stellen will.


Kunstrasen-Paten gesucht

Eine pfiffige Idee präsentierte Bürgermeister Marco Steiner dem Stadtrat. Auf der Internetseite http//kunstrasen.roedental.de können Bürger mittels Spenden dem Projekt Kunstrasen finanziell unter die Arme greifen. Mit einer Spende von 15 Euro je Quadratmeter Rasenfläche kann man sich als Pate verewigen. Wer allerdings einen der beiden Elfmeterpunkte, den Anstoßpunkt oder einen Eckpunkt haben will, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Zunächst, so Steiner, kann man sich Flächen nur reservieren lassen. Geld soll nach Worten von Marco Steiner erst fließen, wenn der Stadtrat über die Sanierung final beschlossen hat.
Im Gegensatz zur Sportplatzsanierung kam der Stadtrat schnell überein, dass man in puncto Drehleiterfahrzeug in die Ausschreibungsphase gehen soll. Nach derzeitigen Planungen geht man in von einer "finanziellen Nullnummer" aus. Bei den kalkulierten Kosten von 600 000 Euro erwartet man in Rödental einen Zuschuss von 350 000 durch den Landkreis und eine staatliche Förderung von 250 000 Euro. Marco Steiner ergänzte, dass die Höhe der staatlichen Förderung nur möglich sei, da man gemeinsam mit Bad Rodach eine interkommunale Anschaffung betreibe.