Für die Wanderfreunde rund um Spittelstein erfüllt sich am Pfingstsonntag, 27. Mai, ein langgehegter Wunsch. Die Gemeinschaftsaktion "Rund um Spittelstein" ist abgeschlossen und die Besucher können sich auf den neuen Pfaden selbst ein Bild von der reizvollen Gegend am Sauloch machen.
Der Rödentaler Stadtteil hat eine äußerst bewegte Geschichte hinter sich, denn gleich drei Eingemeindungen dürften im Landkreis Coburg wohl nicht mehr zu finden sein. 1869 wurde Theißenstein zwangsweise Spittelstein zugeordnet. Genau 100 Jahre später schlossen sich Blumenrod und Spittelstein zusammen und gaben sich den Namen Steinrod. Diese Ehe währte nur acht Jahre, denn 1977 kam es zur "Hochzeit" mit Rödental.
Die Ersterwähnung von Spittelstein im Jahre 1162 geht auf einen Grenzstreit zwischen dem Kloster Banz und dem Grafen Hermann von Wolveswac (Wohlsbach) zurück, der Besitztümer des Klosters offensichtlich widerrechtlich beanspruchte. Der Bischof von Bamberg schlichtete den Streit, wozu auch Zeugen geladen waren. Hierzu gehörte neben Chuonrat Marholt de ozzelen (Oeslau), Sigifrit und Heinrich de ivvenberg (Einberg) auch Engilhart de stein (früher Stein - zu dem Stein, jetzt Spittelstein).
Das Jubiläum soll würdig begangen werden. Die Organisation hat eine eigens gebildete Dorfgemeinschaft unter dem Vorsitz von Herbert Schmidt und Ulrich Friedel übernommen. Begrüßungstafeln an beiden Ortseingängen sind bereits fertiggestellt. Am 22. Juli zum Dorffest folgt die Einweihung des Gedenksteines "850 Jahre Spittelstein" am Märchenbrunnen in Zusammenarbeit mit dem Gesangverein.

Fest im September


Der Höhepunkt der Feierlichkeiten wird zu den Kirchweihtagen vom 7. September bis 10. September erreicht unter anderem mit einem Festkommers, einem Festgottesdienst und einem Platzkonzert des örtlichen Musikvereines. Gleichzeitig wird das neue Feuerwehrhaus eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. dav