Pünktlich zum Ende der Sommerferien und zum Beginn des neuen Schuljahres gibt es in allen Schulen der Stadt Coburg Trinkwasserbrunnen. Am Montag - einen Tag vor dem ersten Schultag - prosteten sich die Beteiligten des Trinkwasserprojekts im Gymnasium Alexandrinum mit einem Schluck frischen Wassers zu. "Es ist ein toller Tag und ein tolles Projekt für Coburg", sagte Kinderbeauftragter Thomas Apfel in der Aula. Unter der Überschrift "School Water" sind in den vergangenen Wochen die Edelstahl-Trinkbrunnen in den Schulhäusern installiert worden. Wichtig in Zeiten der Corona-Pandemie: Die Brunnen funktionieren berührungsfrei.

Idee vor zwei Jahren geboren

Kinder sollen viel trinken. Sie bewegen sich mehr als Erwachsene und haben einen größeren Anteil Wasser im Körper. Vor zwei Jahren hatte der Coburger Kinderbeauftragte Thomas Apfel die Idee zu den Trinkwasserbrunnen in den Schulen, "denn einen großen Teil des Tages verbringen die Kinder in den Schulen und bislang gab es kaum Möglichkeiten, Wasser zu zapfen". Unterstützung fand er bei Thomas Müller-Blech, Mitglied der Old Tabler 151. Bislang sei "School Water" das größte Einzelspenden-Projekt des Service-Clubs, sagte Müller-Blech.

Die beiden Service-Clubs Round Table 151 Coburg und die Old Tablers 151 Coburg haben gemeinsam mit der SÜC und der Sparkasse Coburg-Lichtenfels 60 000 Euro an Spenden gesammelt, um die Brunnen anzuschaffen und installieren zu lassen. "Alle Beteiligten waren sich einig, dieses sinnvolle und notwendige Ansinnen umsetzen zu wollen", so Jonas Weber, Präsident von Round Table 151. Ursprünglich gingen die Coburger Stadtwerke davon aus, an einer oder zwei Schulen im Jahr einen Trinkwasserbrunnen zu installieren, "aber dann war es durch die enge und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich, alle Schulen damit auszustatten", erklärte SÜC-Hauptabteilungsleiter Jürgen Zimmerlein.

Keine Einwegbecher

Und weil "Trinkwasser für die SÜC unser Thema ist", gibt es neben den Brunnen eine Information über die Herkunft des Trinkwassers im Allgemeinen und die Bedeutung von Wasser für den menschlichen Körper.

Die Appelle von Schulamtsleiter Norbert Anders und Rainer Engelhardt von der Sparkasse-Coburg Lichtenfels, die Brunnen mögen doch rege genutzt werden, konnte Stephan Feuerpfeil bestätigen. An den Direktor des Alexandrinums war bei seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren von den Schülern der Wunsch nach einem Trinkwasserspender herangetragen worden.

Nachdem ein neun Monate andauernder Test vorbei war, habe es viele Nachfragen gegeben. Einwegbecher gibt es bei dem Trinkbrunnen nicht, ein eigenes Gefäß soll im Sinne der Müllvermeidung mitgebracht werden.