Die Gemeinschaft Stadtbild macht sich und der Stadt ein Weihnachtgeschenk und richtete den Hexenturm für sich selbst her. Der Saal soll aber auch für Vereine nutzbar sein. Insgesamt sind noch vier weitere Projekte fertig geworden. Vorsitzender Hans-Heinrich Eidt ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen und verteilte die Sanierungsmedaillen an die Haubesitzer. Restauriert wurde in der Rosengasse 2, Neugasse 5, Goethestraße 7 sowie Ernstplatz 1 und 2.
Seit 1973 besteht die Gemeinschaft zur Pflege des Stadtbildes und des Denkmalschutzes in Coburg. Finanziert wird die Gemeinschaft durch verschiedenste Spenden, vor allem aber durch Millionenspenden von Brose-Gesellschafter Michael Stoschek und Christine Volkmann.

Das umfangreichste Bauprojekt war der Hexenturm am Ernstplatz 2. Der um 1200 gebaute Turm, mit dem anliegenden Gebäude wurde vor einem halben Jahr als Sitz der Gemeinschaft Stadtbild Coburg gekauft und restauriert. Dabei mussten das Dach und viele der Sandsteine erneuert werden. Auch eine Treppe auf das, bis dato nicht zugängliche, Dach wurde angebracht. Im Erdgeschoss entstanden dabei ein neues Büro für den ersten Vorsitzenden der Gemeinschaft Stadtbild Coburg, Hans-Heinrich Eidt, ein Gemeinschaftsraum und ein Saal. Dieser soll für Vereine als Treffpunkt zur Verfügung gestellt werden. Der Rest des Hauses, in dem sich auch noch ein Atelier befindet, wurde auch komplett renoviert. Die Kosten hierfür beliefen sich auch über 100 000 Euro.


Zwischen 1000 und 5000 Euro

In der Neugasse 5 mussten alle vierzehn Fenster erneuert werden. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf etwa 10 000 Euro. Die Gemeinschaft Stadtbild Coburg nennt meist keine genauen Zahlen zur finanziellen Unterstützung, aber der Betrag liegt meist zwischen 1000 und 5000 Euro.

Am Gebäude in der Rosengasse 2 waren die Renovierungsmaßnahmen weitaus umgreifender. Sowohl die Tür und Fenster wurden erneuert, auch die Front wurde neu gemacht. Die Restaurierung der Fassade stellt sich meist kostspieliger und komplexer dar als gedacht, da aus Denkmalschutz-Günden die originale Farbe herausgefunden werden muss, die dann speziell dafür gemischt wird. Eine Förderung ist nur unter den Auflagen des Denkmalschutzes möglich.

Kleinere, aber deswegen nicht billigere Arbeiten, fanden auch in der Goethestraße 7 statt, dort musste der Sandsteinsockel des Gebäudes erneuert werden. Im Laufe der Zeit wurde dieser durch das Wetter zerfressen. Die 27 Meter Gebäudesockel mussten mit über 7000 Euro restauriert werden.


Schäden wurden kartiert

Auch überarbeitet wurde das Sandsteingebäude am Ernstplatz 1. Hier musste erst eine 7000 Euro teure Kartierung angefertigt werden, bei der alle Schäden festgestellt wurde. Daraufhin konnten die Restaurierungsarbeiten an dem Gebäude beginnen, dass sich unter 12 Eigentümern befindet. In dem, vor allem durch das Tapas-Restaurant bekannten Gebäude, mussten 70 000 Euro investiert werden, um die nötigsten Schäden an der Fassade zu beheben. Hier konnte die Gemeinschaft Stadtbild Coburg mit Zinnen im Wert von 7000 Euro aushelfen. Die Hausverwalterin Petra Schneider erklärt: "Auch im Nächsten Jahr werden weiter Sanierungsarbeiten vorgenommen werden, die hoffentlich wieder gefördert werden."