Die junge Regisseurin stellt sich mit diesem Stück aktuellen Themen und der emotionalen Welt der jungen Anne Frank, die in Coburg durch Francesca Paratore verkörpert wird (Beginn: 20 Uhr).

Die Monooper von Grigori Frid schildert die Geschichte der 13-jährigen Anne Frank in den faschistischen Niederlanden. Das Schicksal des Mädchens ist in ihren Tagebüchern vom Juli 1942 bis hin zu ihrer Verhaftung durch die Gestapo im August 1944 gut überliefert.

Die Zeit, die sich das Mädchen und ihre Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus verstecken musste, war geprägt von seelischem Druck, Entbehrungen und Beklommenheit. Doch die moralische Kraft und der Lebenswille des jungen Mädchens blieben in dieser Zeit ungebrochen.

Die lyrisch-musikalische Erzählung der Monooper gewinnt vor allem durch die Übernahme des Originaltextes an Ausdruckskraft und spiegelt zu gleichen Teilen die Tragik wider. Die scheinbar einfach gehaltene Besetzung besticht mit dem gekonnten Einsatz der verfügbaren Mittel: Flöte, Klarinette, Fagott, Trompete, Schlagwerk, Klavier, Violine, Violoncello und Kontrabass treten in einen direkten Austausch mit der Sopranistin und übertragen die Emotionen des Mädchens musikalisch auf den Zuhörer. - Tickets im Vorverkauf in der Tageblatt-Geschäftsstelle, auch für die weiteren Vorstellungen: 4. Februar, 11 Uhr, 5., 23. Februar, 6., 8. März, 20 Uhr.

Ein Interview zur Coburger Premiere "Das Tagebuch der Anne Frank" mit der Regisseurin und mit der Darstellerin der Titelfigur finden Sie hier