"Energie muss für Bürger und Betriebe in unserer Region auch bezahlbar bleiben. Wenn jetzt nicht zügig gehandelt wird, schießen uns die Strompreise durch die Decke", betonte Michelbach. Gerade die regionale energieintensive Wirtschaft sehe die Preisentwicklung zurecht mit großer Sorge. Die Energiepreise drohten, "zum größten Risiko für Konjunktur und Arbeitsplätze in Coburg/Kronach zu werden".

Ein Umlagestopp allein reiche nach den Worten des CSU-Finanzexperten allerdings nicht aus. "Die Wirtschaft in unserer Region braucht zügig klare Perspektiven, um die Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer erhalten zu können. Deshalb müssen die Eckdaten einer grundlegenden Reform noch in dieser Legislaturperiode stehen.
Wir müssen wissen, wo es hingehen soll", sagte Michelbach.

Er forderte, für die Ökostromumlage ähnlich wie beim Spitzenausgleich zur Ökosteuer eine Deckelung der Belastungen für den produzierenden Mittelstand vorzunehmen. Vielen energieintensiven und innovativen Betrieben drohe sonst der Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit mit weitreichenden Folgen für Arbeitsplätze und Wachstum.

Ferner schlug Michelbach vor, die Ökostromumlage an den bislang vernachlässigten Ausbau von Stromspeichern zu koppeln. Der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien dürfe ohnehin nur in enger Abstimmung mit den konventionellen Energien erfolgen. "Wir brauchen Versorgungssicherheit ohne teure Doppelinvestitionen in erneuerbare und konventionelle Energieerzeugung." Notfalls müsse man dafür auch eine "Entschleunigung des Umstiegs in den Ökostrom" in Kauf nehmen.