Eine Umkehr des bislang positiven Trends auf dem Arbeitsmarkt sieht Agenturleiter Thomas Dippold aber bisher nicht. "Trotz des stärkeren Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Januar wirken die konjunkturellen Auftriebskräfte weiter fort. So hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat um gut 15 Prozent reduziert. Der Vorjahresabstand - eine Größe, die besonders die konjunkturell bedingte Arbeitslosigkeit misst - hat zwar leicht abgenommen, bestätigt aber nach wie vor den positiven Trend." Aufgrund der vorliegenden Daten werde sich der starke Abbau der Arbeitslosigkeit vermutlich verlangsamen.
Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Agenturbezirk weitere 2445 Menschen, die sich beispielsweise in Weiterbildungen oder Altersteilzeit befinden. Die Unterbeschäftigung sank gegenüber dem Vorjahresmonat um gut 18 Prozent und damit deutlicher als die Arbeitslosigkeit. Gegenüber Dezember aber stieg sie um 13,8 Prozent.
Die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II (zuständig sind die Jobcenter) stieg zwar im Vergleich zum Vormonat, jedoch weniger als im SGB-III-Bereich. Die typischen saisonalen Ausschläge sind im SGB-II-Bereich weniger stark ausgeprägt. Im Agenturbezirk waren im Januar 3355 Personen bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet, 263 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosigkeit sank gegenüber dem Vorjahresmonat um gut 18 Prozent.
Im Januar meldeten die Firmen 382 offene Stellen, ein Rückgang um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gesucht sind Kräfte für Groß- und Außenhandel, Bürokräfte und Verkäufer, Pflegefachkräfte und Ärzte.