Mehr als 30 Einbrüche und Diebstähle allein in Oberfranken konnten Coburger Kripobeamte und die Staatsanwaltschaft Coburg nach umfangreichen Ermittlungen in den vergangenen Monaten drei Männern nachweisen. Die Tatverdächtigen sitzen inzwischen alle in Untersuchungshaft.

Im Laufe der intensiven Ermittlungsarbeit gerieten die drei Männer immer mehr ins Visier der Spezialisten des Fachkommissariats. Hierbei flossen unter anderem auch erste Erkenntnisse der für die Tatorte zuständigen Ermittlungsbeamten sowie Ergebnisse aus den dort umfangreich gesicherten Spuren mit ein. Des Weiteren trugen auch Hinweise aus der Bevölkerung einen entscheidenden Teil zur Aufklärung einiger Straftaten bei.


Dreiste Täter begehen zahlreiche Einbrüche und Diebstähle

Im Zeitraum von August 2016 bis Februar 2017 war es im Bereich Coburg, Neustadt b. Coburg sowie Kronach und Lichtenfels wiederholt zu Einbrüchen vor allem in Gaststätten und Bars gekommen, bei denen hauptsächlich die Geldspielautomaten im Visier der Täter standen und meist auf brachiale Weise aufgebrochen wurden. Aber auch mehrere Autos, Kennzeichen, Fahrräder und sonstige Wertgegenstände hatten die zunächst Unbekannten im Laufe der Monate erbeutet.


Über 100.000 Euro Entwendungsschaden

Die Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren trieben vor allem in Oberfranken ihr Unwesen und bestritten offenbar ausschließlich mit dem Geld und dem Verkauf der Wertsachen, die sie bei ihren Taten entwendeten, ihren Lebensunterhalt.

Im Frühjahr gelang der Kripo und Staatsanwaltschaft Coburg der entscheidende Ermittlungserfolg. Im Rahmen der komplexen Ermittlungen konnten die Beamten die jungen, in Coburg ansässigen Männer trotz ihres konspirativen Vorgehens der insgesamt 33 Straftaten überführen. Der Gesamtentwendungsschaden beläuft sich auf mehr als 108.000 Euro. Bei den Wohnungsdurchsuchungen fanden die Polizisten zudem einiges Diebesgut auf und stellten es sicher. Außerdem richteten die Täter einen Gesamtsachschaden von mindestens 44.000 Euro an.

Weitere Straftaten des Trios im mittel- und unterfränkischen Raum wurden zwischenzeitlich in das Sammelverfahren der Staatsanwaltschaft Coburg aufgenommen.


Bande muss in Untersuchungshaft

Mitte Februar ergingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg Haftbefehle wegen schweren Bandendiebstahls gegen alle drei Beschuldigten. Sie sitzen seitdem in verschiedenen Justizvollzugsanstalten ein. Die fundierte Ermittlungsarbeit des Fachkommissariats dauerte in der Folgezeit weiter an und wird auch von den zwischenzeitlich vorliegenden Ergebnissen der Spurenuntersuchungen untermauert.