Ein bisschen übernächtigt wirkte Manfred Lorenz schon, nach so seiner Nacht. "Über 100 Einsätze" zählte der Kreisbrandrat, als in der Nacht auf Sonntag eine mächtige Gewitterfront über das Coburger Land hinweg zog. Aber letztlich dürfte der Landkreis beim Unwetter, das in der Zeit von Samstag (23.15 Uhr) bis Sonntag (3 Uhr) niedergegangen ist, noch glimpflich davon gekommen sein. Zwar waren zahlreiche Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert sowie Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz, doch glücklicherweise waren keine Verletzten zu beklagen.


Brennender Baum in Hochspannungsleitung



Den schwierigsten Einsatz hatten Stadtbrandinspektor Rolf Höfner und seine Kollegen der Feuerwehr Neustadt zu bewältigen. Ihnen wurde schon kurz nach Mitternacht ein brennender Baum in einer Hochspannungsleitung gemeldet. Als die Einsatzkräfte am Schadensort in der Luisenstraße eintrafen, hieß es für sie erst einmal: Abwarten! "Da lag ein Baum in der Stromleitung der Bahnlinie und brannte", berichtete Höfner dem Tageblatt. Aus Sicherheitsgründen sei es da natürlich unmöglich gewesen, irgendwie zu löschen oder den Baum aus der Leitung zu entfernen. "Da sind schließlich 15.000 Volt auf der Leitung", erklärte Höfner.