Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist durch das Amtsgericht Coburg der Rechtsanwalt Thomas Linse von der Kanzlei Linse & Ehrlicher bestellt worden. Dieser hat am Montagmorgen eine Erklärung abgegeben. Darin heißt es, dass die Geschäftsführer des Modehauses, Andreas Worsch und Sabine Thiere-Pilarzyk, Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt haben.

Linse teilte zudem mit, dass er den Geschäftsbetrieb "in vollem Umfang" aufrechterhalten werde. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien bis Mitte März abgesichert durch Insolvenzgeld. Zwischenzeitlich werde er "Sanierungsmöglichkeiten prüfen". Ziel sei "in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung ein geordneter Abverkauf der vorhandenen Waren".

Zu weiteren Perspektiven wollte sich Linse noch nicht äußern.

Geschäftsführer Andreas Worsch führt als Ursache den Frequenzrückgang der Kunden in der Innenstadt sowie die allgemeine Branchensituation bei Textilartikeln im Einzelhandel an. Diese habe zu "erheblichen Umsatzeinbrüchen" geführt.

Während Internethandel deutliche Plusprozente schreibe, ginge bei stationärem Einzelhandel der Umsatz stark zurück. Die Kundenströme hätten sich verschoben, nicht zuletzt auch durch die lange Sperrung des direkt benachbarten Parkhauses Mauer.

Das 1950 gegründete Modehaus Matzer & Worsch beschäftigt aktuell 27 Mitarbeiter.