Die Gemeinderäte zeigten sich begeistert und beschlossen einstimmig die Schaffung einer solchen Einrichtung. Die Kosten dafür belaufen sich "mit allem Drum und Dran", so Kämmerer Horst Engelhardt, auf rund 80 000 Euro. Man erhöhe auf diese Weise die Vielfalt der Betreuungsmöglichkeiten enorm. "Wir freuen uns über viele Kinder, gleichzeitig sind wir so aber auch als Wohngemeinde gefordert", sagte Erster Bürgermeister Sebastian Strau bel (CSU) und wies auf die Notwendigkeit der Bereitstellung weiterer Betreuungsplätze hin. Für das Kindergartenjahr 2016/2017 stünden derzeit 18 Kinder vopn drei bis sechs Jahren auf der Warteliste.

"Eine in Deutschland anerkannte Kindergartenform"

Gemeinderäte und Beschäftigte der Verwaltung hatten derartige Einrichtungen in Hirschaid und Burgebrach besichtigt und waren sehr angetan.
Antje Süße von der Gemeindeverwaltung stellte das Konzept vor. "Es handelt sich um eine in Deutschland anerkannte Kindergartenform, bei der die Kinder jedoch vorwiegend draußen sind. 700 von ihnen gibt es bereits, und es werden ständig mehr", sagte Süße. Zwar sei diese Betreuung personalintensiver, fördere jedoch die Fantasie und die Motorik der Kinder ganz anders und wirke sich letztendlich förderlich auf Kreativität und Gesundheit aus.

Es gibt kein Spielzeug, kein Wasser, keinen Strom. "Kinder mögen dies und vor allem die viele Bewegung", erklärte Süße. Ein möglicher Standort für eine Schutzhütte oder eine Art großen Bauwagen sei die Lichtung oberhalb vom Weinberg. Sammelpunkt könnte dann der Gesangsvereinsplatz sein. Es werde dazu laut Sebastian Straubel noch einen Elterninformationsabend geben. Wer jedoch jetzt schon Interesse an einer solchen Betreuungsform für seine Kinder habe, könne sich im Rathaus unter 09561/862028 bei Horst Engelhardt oder bei Antje Süße unter 09561/862026 melden und informieren.