Der Bau des Mehrgenerationenspielplatzes in Unterlauter geht in die nächste Runde. Nach der Aufnahme der Anregungen der Bürger aus dem zweiten Workshop beauftragte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag die Verwaltung mit der konkreten Umsetzung. Die geschätzten Kosten von 221 350 Euro bedeuten zwar eine Reduzierung der vom Planungsbüro in der Sitzung vom 6. Juni genannten 280 000 Euro. Rat und Verwaltung streben jedoch noch eine weitere Senkung an.
Verschiedene Hinweise aus der Bürgerversammlung werden noch präzisiert und eingearbeitet wie zum Beispiel zur Gestaltung der großen Rutsche.

Nicht aufgenommen wurde der Vorschlag, einen Pavillon zu errichten. Weil die Gemeinde an die Errichtung einer Skateranlage denkt, schlug Bürgermeister Sebastian Straubel vor, noch einmal konkret mit den Jugendlichen zu sprechen, nachdem im Bürger-Workshop dazu keine Äußerungen gemacht worden waren. "Wir sollten die Jugend keinesfalls außen vor lassen", betonte er und erhielt Zustimmung aus dem Gremium.


Toilettenanlage wird wohl nicht gebaut

Bauamtsleiter Peter Welz hatte deutlich gemacht, dass auf der Basis der konkreten Ausschreibungen sicher noch eine Verringerung der genannten Summe um weitere zehn Prozent machbar sei. Weitere Eigenleistungen seien ebenfalls denkbar. Allerdings kämen noch Aufwendungen für einen Ballfangzaun und eine Einfriedung hinzu. In der Summe nicht enthalten seien außerdem Ingenieur- und Grundstückskosten. Weitere Sparmöglichkeiten sieht Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan in einer Überarbeitung der Planungen, beispielsweise hält er eine Bocciaanlage von 26 Metern Länge für übertrieben. Auch in Sachen Rutsche und Nestschaukel für 3500 Euro bat er, "noch einmal ins Detail" zu gehen. Straubel wies darauf hin, dass es sich nicht um eine einzelne, sondern um eine Schaukelkombination handle. Rena Fleischmann fragte an, ob nicht eine Toilettenanlage mit gebaut werden sollte, da der Platz mit 3000 Quadratmetern für mehrere Genrationen einfach andere Dimensionen habe. Sebastian Straubel sah das nicht als zwingend notwendig an, auch angesichts der Kosten. Gemeindegeschäftsführer Hans Frieß machte auf erheblichen Mehraufwand für Bau, Wasseranschluss, Heizung, Abwasser, häufige Reinigung und anderes aufmerksam: "Das ist nicht zu schultern", mahnte er. Manfred Menzel wies darauf hin, dass für "Notfälle" sicher auch mal das benachbarte Sportheim des TSV genutzt werden könne. "Wir müssen da nichts Neues schaffen", sagte er.


Truckenbrodt greift Wicklein an

Verwundert zeigte sich der Gemeinderat über ein Schreiben von Martin Truckenbrodt vom Verein "Henneberg-Itzgrund-Franken e.V.", in dem er Kreisrat Bernd Wicklein eine "St.-Florians-Prinzip-Denkweise" vorgeworfen hat. Das wiesen Wicklein und auch Straubel kategorisch zurück. Truckenbrodt hatte außerdem geschrieben, dass Wicklein nicht für den gesamten Gemeinderat sowie die Verwaltung sprechen könne. Straubel verwies auf eine einhellige Meinung des Gremiums zu diesem Thema. Die habe Wicklein durchaus berechtigt wiedergegeben. Es schiebe nicht den "Schuh" zu anderen Gemeinden, sondern habe allgemeine Zweifel am Bau eines Bahn-Lückenschlusses und dessen Sinnhaftigkeit. Als Alternative zum 150-Millionen-Euro-Bau sei der Einsatz von Schnellbussen auch eine Alternative. "Ich spreche einer solchen Bimmelbahn einfach ab, dass sie dem ICE von Thüringen aus Massen von Fahrgästen zuführt", sagte Wicklein. Man brauche klare Positionen, um zu verhindern, dass erst noch ein Raumordnungsverfahren auf den Weg gebracht wird.


Ein guter Vorschlag

Viele Vereine in der Gemeinde verfügten über Inventar, das durchaus auch von anderen Gemeinschaften genutzt werden könne, erklärte Gemeinderat Wolfgang Zapf. Er schlug vor, die Vereine über die Verwaltung anschreiben zu lassen, was sie haben und eventuell bei Bedarf zu welchen Kosten an andere verleihen würden. Bürgermeister Sebastian Straubel lobte diesen Vorschlag und nahm die Anregung für eine solche Liste auf.

In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Gemeinderat die Vergabe von Aufträgen an Firmen zur Sanierung und Neueinrichtung der Gruppe "Sonnenwinkel" im Kinderhaus Kunterbunt in Höhe von insgesamt rund 50 000 Euro vergeben.
Mit der Erneuerung der gesamten Beleuchtung im Kinderhaus "Kunterbunt" und der Elektroanschlüsse in der Gruppe "Sonnenwinkel" wurde die Firma Elektro Haase Coburg beauftragt (33 500 Euro).
Im Bereich "Rosenauer Weg" wird eine Straßenlaterne erneuert, im "Emstadter Weg" werden drei zusätzlich aufgestellt. Die Aufträge dazu gingen an die SÜC (circa 12 000 Euro).
Zur Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Neukirchen-Mirsdorf musste das Angebot noch einmal geprüft werden. Die Arbeiten würden nun zeitnah beginnen, so der Erste Bürgermeister.
Im Rahmen eines staatlichen Förderprogrammes (KIP-S) werden der Gemeinde Lautertal Mittel für die Schulsanierung in Höhe von 876 000 Euro in Aussicht gestellt. Damit ermögliche man auch in Zukunft Lehrkräften und Schülern optimale Arbeits- und Lernbedingungen, dankte Straubel.
Der Bürgermeister wies auf den Kinosommer 2018 in Lautertal vom 24. bis 26. August im Pausenhof der Mittelschule hin. Er bedankte sich bei den Vereinen, die sich erneut um die Verpflegung der Besucher kümmern.
Er erinnerte, dass die neue Homepage der Gemeinde aktiv sei und das neue Programm "Kommunenfunk" genutzt werden können.
Bewährt hat sich die Verlängerung der Stadtbuslinie bis Oberlauter. Nach Auskunft der SÜC nutzen pro Werktag 70 Fahrgäste zusätzlich diese Linie.