Schon 21 Jahre ist es her, seit der Freundschaftspavillon auf dem Muppberg wieder neu aufgebaut worden ist. Viele Neustadter haben ihn seit dieser Zeit sehr gerne als Zwischenziel einer Muppbergwanderung genutzt.

Der alte Pavillon, der in den 1930er Jahren von Neustadter Bürgern mit viel Eigeninitiative errichtet wurde, ist nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört worden und verfallen. Im Frühjahr 1999 regte Dieter Seyfarth am Mittwochs-Stammtisch der Arnoldhütte an, den alten Pavillon wieder aufzubauen. Zwölf Mitglieder dieser Stammtischrunde waren von dieser Idee angetan, so dass ein entsprechender Antrag in der Hauptversammlung des Verschönerungs-Vereins am 21. April 1999 eingebracht wurde. Trotz einiger Skepsis des Vereins wurde in dieser Versammlung beschlossen, den "Liebespavillon", wie er im Volksmund genannt wird, im ursprünglichen Stil am alten Standort wieder aufzubauen.

Experten der Stadt

Rudi Eckstein, ehemaliger technischer Angestellter im Stadtbauamt, nahm die Bauausführung in die Hand, nachdem die Pläne von Rudi Frank und Gerda Heym (technische Angestellte im Stadtbauamt) gefertigt waren. Baubeginn war im Juli und Richtfest am 13. September 1999. Im Zusammenwirken mit seinen Stammtischfreunden Rolf und Erni Blechschmidt, Michael Büchner, Frank Eckstein, Kurt Frenzel, Josef Heimerl, Günter Wilhelmi-Hofmann, Erich Knauer, Michael Schmailzl, Christian Schönfelder und Dieter Seyfarth schaffte er es, den Pavillon bis Ende September 1999 wieder aufzubauen.

Nach der Schlusssteinlegung am 15. Oktober 1999 erfolgte die Einweihung am 2. November 1999. Rudi Eckstein war bei den Arbeiten der "Hauptmotor", der die übrigen Stammtischmitglieder zu den Arbeitseinsätzen immer wieder antrieb. Mit Hilfe von großzügigen Materialspenden und kostenlosen Arbeitsleistungen (Firma Dorst Metallbau, Firma Hugo Hein, Firma Anton Müller, Firma Inge-Glas, Firma Fritz Fischer, Forst- und Domänenamt Coburg, Firma Emil Patzschke und Fleischerei Ulrich Schunk, Manfred Telser) sowie Geld verschiedener Spender gelang es, den Pavillonbau ohne nennenswerte Kosten aus der Kasse des Verschönerungs-Vereins zu verwirklichen.

Neuerdings Granitstufen

Im Zuge des Neubaus wurde vom Zugangspfad aus eine Treppe mit Holzstämmen zu dem auf einer Anhöhe thronenden Pavillon angelegt. Nachdem die Holzstämme dieser Treppe inzwischen vermorscht waren, machten sich kürzlich Helfer der "Bergfreunde 70" ans Werk. In einem ersten Arbeitseinsatz säuberten sie den Zugang zum Pavillon und zum Herzogsbrunnen, reinigten den Wasserlauf und schafften einen Übergang über die Wasserrinne mittels eines Holzsteges. Dabei erwiesen sich neben den Bergfreunden Rainer Göbel, Helmut Gerber, Heinz Großmann, Dieter Köhler, Walter Schmidt, Jens Zschach auch die Hobbymusiker André Bocklisch, Florian Kalter und Christian Luther (als Trio "The Sons of Sounds" bekannt) als tatkräftige und fleißige Helfer. In einem weiteren Arbeitseinsatz legten die genannten Bergfreunde die Treppe neu an und ersetzten die alten mit Granitstufen. Die noch drei fehlenden Stufen werden in einem weiteren Arbeitseinsatz gesetzt. Allen Helfern, insbesondere den "Bergfreunden 70" mit ihrem Vorsitzenden Rainer Göbel, kann nicht genug gedankt werden. Deren ehrenamtliche Arbeit verdient große Anerkennung. Sie wird von den Neustadter Bürgern, Vereinen, Familien sowie Wanderern aus nah und fern sehr geschätzt.