Gute Einrichtungen unter dem Motto "Helfen, wo es vielleicht niemand getan hätte, sind die "72-Stunden-Aktionen" der verschiedenen Landjugenden. In Meeder wollte man diese Tradition nicht einschlafen lassen.
Nach Rücksprache mit der Gemeinde nahmen die Verantwortlichen der Landjugend das in die Jahre gekommene Buswartehäuschen in Großwalbur ins Visier. Sie wollten dieses abbauen und durch ein neues ersetzen.


30 machten mit

Am Donnerstag um 17 Uhr startete das Projekt, an dem sich bis zu 30 Mitglieder der Landjugend Meeder beteiligten. Die Protagonisten setzten sich für ihr Vorhaben 72 Stunden Zeit.

Damit das Ganze einen gewissen Reiz bekommt, wettete die Landjugend mit Bürgermeister Bernd Höfer (CSU), dass am Sonntag um 17 Uhr das neue Buswartehäuschen fertig ist. Als Wetteinsatz bot die Landjugend an, sich des Wartehäuschens in Wiesenfeld anzunehmen. Bernd Höfer setzte dagegen und schlug ein. Sollte er seine Wette gewinnen, werde er beim Zeltaufbau zum Zeltfasching helfen und bei der Veranstaltung Pizzateig belegen.
Nicht unbedingt optimal war der Start. Obwohl eine "Freigabe" durch die Gemeinde erfolgt war, stießen die Aktionsteilnehmer schon bei der ersten Erdarbeit auf ein Telefonkabel. Es wurde versehentlich durchtrennt. Dann war es erst einmal sehr ruhig für einen Teil der Bewohner von Großwalbur. "Das Ganze hat uns ein paar Stunden gekostet", berichtete Vorsitzender Benjamin Otto.

Doch die Aktiven ließen sich nicht davon abhalten weiterzumachen. Mit Ruhe und Bedacht gingen sie weiter ans Werk. Bereits am Sonntagmittag sah der Bau sehr gut aus. "Das schaffen wir", meinte Benjamin Otto siegessicher. Und so sollte es auch kommen. Eine halbe Stunde vor Fristablauf konnte der Vorsitzende "Vollzug" melden. Für Bürgermeister Bernd Höfer heißt es nun an Fasching, das Zelt mit aufbauen und Pizzas belegen. Bei allem sportlichen Ehrgeiz ist festzuhalten: Nutznießer der Aktion sind die Bürger aus Großwalbur.