Die Wählergemeinschaft "Pro Coburg" (WPC) könnte sich vorstellen, dass im Jahr 2023 die bayerische Landesgartenschau in Coburg stattfindet - und zwar am Goldbergsee. Mit einem Stadtratsantrag soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, eine entsprechende Bewerbung zu prüfen. In der Begründung ihres Antrags schreiben die drei WPC-Stadträte Peter Kammerscheid, Jürgen Heeb und Horst Geuter: "Eine Landesgartenschau könnte am Goldbergsee realisiert werden. Es gab für dieses Gebiet eine umfangreiche Entwicklungsplanung, die aus Kostengründen nicht umgesetzt wurde. Eine Landesgartenschau würde nicht nur viele Besucher anlocken, sondern würde auch zu einer nachhaltigen Entwicklung dieses Naherholungsgebietes dienen." Natürlich müssten die Umweltschutzbelange und das Vogelschutzgebiet beachtet und behutsam eingebunden werden.

Auch zur Finanzierung hat sich das WPC-Trio schon Gedanken gemacht. Im Antrag heißt es dazu: "Gartenschauen sind auch Ländersache. So sehen es jedenfalls das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Beide Ministerien fördern sowohl die Landes- als auch die Regionalgartenschauen. Außerdem bereichern Sie die Veranstaltungen mit publikumswirksamen Ständen und Aktionen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bezuschusst vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag aus dem Programm "Förderung von Wanderwegen, von Unterkunftshäusern und Grün- und Erholungsanlagen" dauerhafte Investitionen jeweils mit bis zu maximal 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten. Landesgartenschauen werden mit maximal 3,6 Millionen Euro und Natur maximal 1,6 Millionen Euro gefördert. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gewährt einen Zuschuss zu den gärtnerischen Ausstellungen."