Kaltenbrunn — Das mit großem Aufwand energetisch sanierte Rathaus ist für Bürgermeister Werner Thomas (SPD) "ein Fakt, der uns mit Stolz und Dankbarkeit erfüllt". Bei einem "Tag der offenen Tür" hatte die Bevölkerung nun die Gelegenheit, die neuen Räume höchstpersönlich in Augenschein zu nehmen.
In einem kurzen Rückblick erinnerte Thomas zu Beginn der Veranstaltung daran, dass das in zweijähriger Bauzeit energetisch runderneuerte Gebäude noch vor drei Jahrzehnten als Volksschule diente. Nun habe es sich zu einem funktionsfähigen, kommunalen Mittelpunkt gemausert, in dem "soziale und elektronische Kommunikation" mit dem Wissen und der Kompetenz einer modernen Verwaltungsvorgänge eng verknüpft seien.
Die geistlichen Vertreter Stefan Fleischmann (katholisch) und Eckhart Kollmer (evangelisch) betonten vor der Weihe des Hauses: Die Zeiten, da in den Kategorien "Untertan und Obrigkeit" gedacht wurde, seien Gottlob Vergangenheit. Dank der Fördermittel aus verschiedenen Töpfen sei es möglich, dass Bürger und Verwaltung nicht nur auf Augenhöhe miteinander sprechen, sondern gleichzeitig auch an das Energiesparen, die Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes und die Modernisierung des gesamten Rathauses, gedacht wurde.

Kreative Kinder


Architektin Christine Bardin überreichte dem Gemeindeoberhaupt, Werner Thomas, symbolisch den Hausschlüssel. Die Kinder der Itzgründer "Oskar-Schramm-Schule" machten unter Leitung von Konrektor Reinhold Neeb und Schulleiter Johannes Först musikalisch darauf aufmerksam, dass sie das "Salz in der Suppe" der Gemeindebevölkerung sind. Sie beschenkten danach den Bürgermeister mit 24 individuell gestalteten, indianischen Totems, die ab sofort sein Dienstzimmer schmücken werden.
Eröffnet wurde beim "Tag der offenen Tür" auch eine Künstler-Ausstellung, die bis Ende des Monats in den Gängen und Diensträumen des Rathauses ihr Domizil gefunden hat. Barbara Heubner (Außenstellenleiterin der VHS-Coburg), VHS-Leiter Rainer Maier und Kursleiterin Ülfet Olgun führten die kunstinteressierten Besucher durch die Bilderausstellung, die von Künstlern im Alter zwischen 11 und 83 Jahren gestaltet wurde. Olgun, die in Istanbul geborene Künstlerin, interpretierte die von ihren Schülern geschaffenen Aquarelle und Acrylbilder. Sie verwies erfreut auf die Tatsache, dass eines ihrer gelungensten Herbstmotive das Zimmer des Bürgermeisters ziere.
Beim Rundgang durch das neue Verwaltungszentrum des Itzgrunds zeigte sich Werner Thomas besonders dadurch geehrt, dass mit Fritz Lang, der letzte noch lebende Altbürgermeister der früher selbstständigen Gemeinde Lahm, es sich nicht nehmen ließ, der Eröffnung des neu gestalteten Rathauses persönlich beizuwohnen. qrt