Der ÖDP-Stadtrat Klaus Klumpers ist immer wieder für Überraschungen gut. Zur nächsten Stadtratssitzung stellt er nicht nur diverse Anträge und Anfragen zur Finanzsituation Coburgs, sondern fordert auch einen Abriss des Gebäudes Steingasse 7 - dieses Gebäude ist seit Jahren in der Diskussion für ein mögliches Stadtmuseum.
"Ich lebe seit 1986 in Coburg und ärgere mich seither über diesen Schandfleck in der Coburger Innenstadt", schreibt Klumpers in seiner Antragsbegründung. Und dieser "Schandfleck" störe umso mehr, als er auf einem der direkten Fußwege vom Marktplatz zur Ehrenburg und zum Hofgarten liege.

"Respektlosigkeit"


"Er ist für mich ein beschämendes Zeugnis unserer Kultur- und Respektlosigkeit gegenüber unserer ureigensten Stadt-Geschichte", so Klumpers weiter. "Sollten wider aller Erwartung Gründe des Denkmalschutzes gegen einen sofortigen Abriss sprechen, ist es um so mehr ein beschämendes Zeugnis unserer Respektlosigkeit, dass wir in den letzten Jahren, trotz enormer Haushaltsüberschüsse nicht unserer Verpflichtung zum Erhalt einer so zentral gelegenen, denkmalgeschützten Bausubstanz nachgekommen sind."
Einmal in Fahrt, kann sich Klumpers gar nicht mehr beruhigen: "Dieses Gebäude erinnert mich immer wieder auf fatale Art und Weise an die untergegangene DDR, deren marktwirtschaftliches Unvermögen ebenfalls erhaltenswerte Bausubstanz schlichtweg verroten ließ. Von der DDR wissen wir heute und diejenigen unter uns, die schon zu DDR-Zeiten dieses Land besucht hatten, dass dieses politische System schon lange pleite war und es nicht besser konnte. Dieses Signal geht für mich leider auch bezüglich der Stadt Coburg vom Zustand des Hauses Steingasse 7 aus."

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