Es waren die gleichen Argumente wie vor gut vier Wochen im Verwaltungssenat: Eine Bratwurstbude am Albertsplatz gehöre dort seit 1954 zum vertrauten Bild und werde von vielen Coburgern gewünscht, sagen deren Befürworter. Zum neu gestalteten Albertsplatz passt sie aber nicht mehr, und das werde inzwischen so akzeptiert, sagen die Gegner.

Auch gestern im Stadtrat. Da war Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) derjenige, der ausführlich erläuterte, warum die Bratwurstbude nicht mehr zugelassen werden soll. Zum einen, weil die für den Albertsplatz erlassene Gestaltungsrichtlinie das ausdrücklich nicht vorsieht. Demnach können Bratwurstbuden zeitweise und im Rahmen von Veranstaltungen aufgestellt werden, aber nicht auf Dauer. Und Ausnahmen von der Regel würden nur weitere Ausnahmewünsche nach sich ziehen, sagte der OB. Die Gestaltungsrichtlinien für Markt-, Theater- und Albertsplatz sollten verhindern, "dass es da aussieht wie bei Hempels unterm Sofa." Im Übrigen, so Kastner, sei die Diskussion um die Rückkehr der Bratwurstbude zu Zeiten geführt worden, als der Platz seine Stärken noch nicht habe entfalten können. Aber jetzt, nach dem Sommer und dem Fest zur offiziellen Eröffnung, erhalte er große Zustimmung.