In einer Stellungnahme bezeichnet Kurt Knoch die Jungen Coburger als "zusätzliches Angebot an die Wähler". Die Wählergruppe habe "eigenständige Schwerpunktsetzungen", auch wenn dies "offenbar nicht in das eindimensionale Lagerdenken einiger Jungsozialisten" passe. Die JC seien - "im Gegensatz zu den Jusos" - in der Lage, 40 engagierte Stadtratskandidaten aufzustellen. Den Einsatz dieser Menschen für ihre Heimatstadt pauschal zu diffamieren, wie dies die Jusos machten, sei "schlechter politischer Stil".

Hier die Stellungnahme von Kurt Knoch im Wortlaut:

"Die JC sind ein zusätzliches Angebot an die Wähler - neben den etablierten politischen Kräften.
Unsere eigenständigen Schwerpunktsetzungen sind jedem offensichtlich, der zum Beispiel die Berichterstattung in den Tageszeitungen verfolgt - auch wenn dies angesichts der aktuellen Presseberichterstattung offenbar nicht in das eindimensionale Lagerdenken einiger Jungsozialisten passt.

Die Wählergruppe Junge Coburger e.V. ist im Gegensatz zu den Jungsozialisten (Jusos) in der Lage, 40 engagierte junge Stadtratskandidaten aufzustellen. Den großen Einsatz dieser jungen Menschen für ihre Heimatstadt zu pauschal diffamieren - wie dies von Seiten der Jusos geschah -, ist schlechter politischer Stil.

Der Wählergruppe gehören zahlreiche Menschen ohne Mitgliedschaft in einer überregionalen Partei an. Sie steht allen Menschen offen, denen das Wohl Coburgs am Herzen liegt. Dass die Wählergruppe ursprünglich eine Idee von Mitgliedern der JU war, machten wir nie zum Geheimnis. Dass sich zahlreiche JC-Mitglieder auch anderweitig politisch einbringen, sehen wir als einen Gewinn für die Demokratie und unsere Heimat.

Die Jungsozialisten sollten sich zudem, wenn sie den juristischen Begriff "Tarnliste" verwenden, die Rechtsprechung zu diesem Bereich vergegenwärtigen: So hat z.B. das Verwaltungsgericht Regensburg 2008 die Klage einer SPD-Landtagsabgeordneten gegen die "Junge Liste" in Kelheim als angebliche Tarnliste der CSU abgewiesen.

Die Jungen Coburger beschäftigen sich jedoch lieber mit inhaltlichen Themen. Ein paar Beispiele:
Bei den letzten Kommunalwahlen setzten wir uns unter anderem für die Ausweitung und den Erhalt des Anruf-Sammel-Taxis, die Einführung der kommunalen Eigenheimzulage und eines modernen Parkleitsystems ein. Wir sind sehr froh, dass diese Punkte zwischenzeitlich umgesetzt worden sind.

In den letzten Wochen setzten wir uns ein für die Schaffung von attraktivem Wohnraum für Studenten und stellten unsere Ideen hierzu vor. Angesichts der Diskussionen um ausufernde Zustände in Teilen der Altstadt regten wir an, der Jugend mehr Alternativen bei den Freizeitmöglichkeiten zu bieten, insbesondere die Anstrengungen zur Gewinnung eines Disco-Investors zu steigern.

Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels hat Coburg schwere Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen, die wichtiger sind als parteipolitische Scharmützel. Hierzu zählen insbesondere Ansätze, junge Menschen - sowohl Einheimische wie aber z.B. auch Studenten von auswärts - in Coburg zu halten.
Wo bleiben aber die Ideen und die Konzepte der SPD-Stadtratsfraktion oder auch der Jusos zu solchen wichtigen jungen Themen?

Dass auch in der SPD-Stadtratsfraktion im Wahljahr 2014 kein einziges Mitglied unter 40 Jahren vertreten ist, steht der Argumentation der Jungsozialisten zu ihrer angeblich hervorragenden Stellung in der Mutterpartei entgegen.

Wo sind die Stadträte um die 20 und um die 30? Es gibt sie im gesamten Stadtrat leider nicht. Der jüngste Stadtrat ist unser Mitglied René Boldt. Das ist der Beweis, wie notwendig die eigenständige Liste der Jungen Coburger auch im Wahljahr 2014 ist, um veraltete verkrustete Strukturen aufzubrechen."